14 angehende Bereichsleitende Restauration nutzten die Gelegenheit, um mit Fachexperten für die praktische Prüfung zu üben.
Zum ersten Mal nahm Anfang September eine gesamte Klasse gemeinsam am praktischen Vorbereitungskurs des Berufsverbands Service Restauration teil. An drei Tagen haben sie das praktische Können gezielt trainiert und vertieft: vom Filetieren und Tranchieren über die Cocktailzubereitung bis hin zum anspruchsvollen Probeservice.

Im praktischen Parcours steht unter anderem Flambieren an.
Bereits am ersten Tag ging es direkt an die Arbeit. Im Zentrum standen der erste praktische Parcours sowie die Barschulung. Ziel war, die Inhalte des Skills Books nicht nur theoretisch zu kennen, sondern sie Schritt für Schritt praktisch anzuwenden und zu festigen. Dabei war ein breites Spektrum an handwerklichen Fertigkeiten gefragt: Forellen wurden fachgerecht filetiert, Poulets zerlegt sowie Entrecôte double, Koteletts und Lammracks tranchiert. Zahlreiche weitere Arbeiten aus dem Prüfungsprogramm boten den Teilnehmenden Gelegenheit, Abläufe zu trainieren, Techniken zu verfeinern und wertvolle Tipps für die Prüfung mitzunehmen. Die erfahrenen Kursleitenden Daniela Jaun und Markus Gugl begleiteten die Kandidatinnen und Kandidaten durch die praktischen Arbeiten und teilten ihre Erfahrung.
Parallel dazu drehte sich an der Bar alles um Shaker, Gläser und die richtige Technik. Thomas Huhn, Barchef im Grand Hotel Les Trois Rois in Basel, demonstrierte sowohl bekannte Cocktailklassiker als auch moderne Kreationen. Dabei standen nicht nur das korrekte Rezept im Mittelpunkt, sondern auch Arbeitstechnik, Präsentation und ein professioneller Auftritt hinter der Bar.

Mit Wolfgang Pierer vertiefen die Teilnehmenden ihr Weinwissen und lernen, wie sie dieses im Weinservice einbauen können. (ZVG)
Am Montag ging das praktische Training nahtlos weiter. Mit Eistorte, Filet de Boeuf Stroganoff und Tatar warteten weitere anspruchsvolle Aufgaben. Präzision, Organisation und sauberes Arbeiten waren gefragt. Auch das Weinwissen durfte an den Vorbereitungstagen nicht fehlen. Kursleiter Wolfgang Pierer vermittelte den Kandidatinnen und Kandidaten wichtige Fachkenntnisse rund um Wein und den richtigen Service und verband dabei die Theorie mit der praktischen Anwendung im Berufsalltag.
Der Dienstag stand schliesslich ganz im Zeichen des Probeservice – und damit einer möglichst realitätsnahen Vorbereitung auf die Prüfung im kommenden Frühling. Für jede Kandidatin und jeden Kandidaten wurden zwei Gäste eingeladen, denen sie ein viergängiges Menü servierten. Damit wurde aus dem Trainingsraum für einige Stunden ein Restaurantbetrieb. Neben dem handwerklichen Können waren Gastgeberqualitäten, Kommunikation, Organisation und ein souveräner Auftritt gefragt. Pascal Melliger sorgte derweil in der Küche dafür, dass alle Komponenten für die Kandidatinnen und Kandidaten vorbereitet waren und der Probeservice unter möglichst realistischen Bedingungen durchgeführt werden konnte.
Nach drei intensiven Tagen konnten die Teilnehmenden konkrete Rückmeldungen und wertvolle Hinweise für die weitere Vorbereitung mitnehmen. Nun haben sie Zeit, das Gelernte weiter zu festigen und an den letzten Details zu arbeiten. Im Mai wartet mit der Berufsprüfung der nächste grosse Schritt.
(agu)