Die Branche hätte sich eine Verlängerung bis 2035 gewünscht. Dies wurde jedoch abgelehnt.

Dei Schweizer Hotellerie profitiert noch bis 2031 von einem reduzierten Mehrwertsteuer-Satz. (ZVG)
Schweizer Hotels können ihren Gästen bis Ende 2031 eine tiefere Mehrwertsteuer verrechnen ist auf swissinfo.ch zu lesen. Darauf hat sich das Parlament nach kontroversen Diskussionen geeinigt. Der Ständerat stellte sich hinter die vom Nationalrat vorgeschlagene verkürzte Verlängerung. Damit gilt der Sondersatz von 3,8 Prozent nur bis 2031 statt wie ursprünglich vom Ständerat gewünscht bis 2035.
Ohne die Verlängerung hätte die Beherbergungsbranche ab Ende 2027 für ihre Leistungen den normalen Mehrwertsteuersatz von derzeit 8,1 Prozent entrichten müssen. Das hätte der Nationalrat zunächst auch so gewollt, dann aber eine Verlängerung um lediglich vier Jahre beschlossen. Jedoch abgelehnt wurde ein Minderheitsantrag aus den Reihen von SP, Grünen und GLP, wonach der Sondersatz nur für Betriebe mit einem Umsatz von weniger als 10 Millionen Franken gegolten hätte.
Der Bundesrat war gegen eine Verlängerung des Sondersteuersatzes. Er legte dem Parlament die Vorlage nur deshalb vor, weil er von den Räten zuvor einen entsprechenden Auftrag erhalten hatte. Finanzministerin Karin Keller-Sutter bekräftigte in der Debatte frühere Aussagen. Die Sonderbehandlung der Hotels scheine der Landesregierung nicht mehr gerechtfertigt. Schon eher müsste man etwa die Maschinenindustrie entlasten, hätten doch Zulieferbetriebe wegen der Lage der deutschen Autoindustrie Schwierigkeiten, sagte sie.
(pd/doe)