Sechs Teams kämpften im September um die Swiss SVG-Trophy. Das Team der Stiftung Solina in Spiez/BE konnte am meisten überzeugen und darf sich Schweizer Meister 2026 der Spital-, Heim-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie nennen.

Das Team der Stiftung Solina aus Spiez/BE: Benjamin Kappeler, Yannik Wagner und Felix Jund. (Digitale Massarbeit)
Nicht die Sterneküche, sondern die Spitzenleistungen des gastronomischen Alltags stehen bei der Swiss SVG-Trophy im Fokus. Unter Bedingungen, die so nahe wie möglich an der Realität sind, kochten die Finalteams im eigenen Betrieb für Gäste und Jury. Es galt, in dreieinhalb Stunden ein Drei-Gang-Menü für insgesamt 60 Personen zuzubereiten. Dabei durften die Warenkosten pro Menü und Person nicht mehr als 12 Franken betragen. Zudem musste der gesamte Essensanteil pro Menü zwischen 450 und 500 Gramm liegen.
Juriert wurde der Wettbewerb von Chefjuror Sascha Heimann, Lorenz Wegelin, Thomas Brunner und Nicole Lüthi. «Die Qualität des Wettbewerbs war auch dieses Jahr wirklich top», sagte Thomas Brunner bei der Siegerehrung im Verkaushaus der Schweiz in Luzern. Am Ende überzeugte aber das Team der Stiftung Solina am meisten. Sie servierten folgendes Menü: Als Vorspeise gab es ein Randen-Ziegenkäse-Tartelette mit Birne, ein Kartoffel-Mille-feuille mit Belperknolle und dreierlei Pommes gaufrettes, dazu Kartoffel-Espuma mit essbarer Blüte. Zur Hauptspeise grilliertes Rindsentrocôte mit Porteinjus im Gemüse-Kartoffelring, Rindsbrustragout 2.0 sowie ein Gemüsebouquet mit Maisblume. Das Dessert bestand aus Panna-Cotta-Spiegel, weisser Schokoladenganache montée, Aprikosen-Sorbet, eingelegten Aprikosen und goldenem Canelé. «Wir sind absolut glücklich», sagte Teamchef Yannik Wagner nach der Siegerehrung, «und wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg so grossartig unterstützt haben.»
Auf den weiteren Podestplätzen platzierten sich das Spitalzentrum Biel (2. Rang) und die Clienia Schlössli AG (3. Rang). Rang 4 teilten sich die Teams der SV Gastronomie, des «Bellevue-Terminus» Engelberg und der Rehaklinik Valens.
(Angela Hüppi)