«Ein guter Teamspirit ist das A und O»

Die Unterstützung des Nachwuchses ist für Emmi ein Herzensthema. Ein Gespräch über Leidenschaft, Trends und die internationale Kochkunst.

Emmi ist Spezialistin im Bereich Glace-, Käse- und Milchprodukte.

Roman Okle, Sie waren von 2013 bis 2015 selbst Team-Captain der Schweizer Kochnationalmannschaft.

Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?

Mir ist vor allem in Erinnerung geblieben, dass ich damals sehr viel Zeit in etwas investiert habe, für das ich viel Leidenschaft hatte. Und zwar mit allen Konsequenzen, die das hatte – denn diese Zeit fehlte natürlich anderswo. Dies für die Schweiz und unsere Berufsgattung zu tun, war Ehrensache. Zudem sind in dieser Zeit viele wertvolle Begegnungen und Freundschaften entstanden, die ich teils heute noch pflegen darf.

Was haben Sie aus dieser Zeit sonst noch mitgenommen?

Ich habe gelernt, dass ein guter Teamspirit das A und O ist. Man muss gemeinsam funktionieren – auch wenn es mal nicht optimal läuft. Persönlich ist mir die akribische Vorbereitung und Organisation geblieben. Bei mir ist alles aufgeräumt, alles muss ein System haben – manchmal fast ein bisschen zu sehr (lacht).

Wie hat sich die internationale Kochkunst seit Ihrer aktiven Zeit verändert?

Es ist alles viel professioneller geworden, gerade in der Schweiz. Zu meiner Zeit wurden wir als Aargauer Kochgilde zur Kochnationalmannschaft erkoren. Heute werden die besten Talente gesucht, die dann ein neues Team bilden. Nicht zuletzt dank Sponsorengeldern bleibt den Teammitgliedern heute mehr Zeit, sich professionell auf Wettbewerbe vorzubereiten. Da wurde ein riesiger Schritt vorwärts gemacht.


Roman Okle ist Leiter Food Service bei der Firma Emmi. 2010 gewann er mit der Aargauer Kochgilde den Weltmeistertitel.


Sie sind Leiter des Emmi Food Service, der das Junioren-Team unterstützt. Was steckt hinter diesem Engagement?

Wir sehen uns als Branchenleader im Food Service und investieren viel in die Nachwuchsförderung. Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft eine starke Gastronomiebranche braucht. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten.

Wie eng ist die Zusammenarbeit mit dem Team?

Es handelt sich nicht nur um ein reines Sponsoring, sondern um eine echte Zusammenarbeit. Auf unserer Plattform «Chef Inside» helfen uns Profis aus der Branche, darunter auch aus den Kochnationalmannschaften, mittels Befragungen und Workshops bei der Entwicklung neuer Produkte. So gab es beispielsweise viele Rückmeldung zum Trend «kalte Kaffeegetränke»: Die Gastronomie sucht Produkte mit Differenzierungspotenzial und diesem Bedürfnis wollen wir gerne entsprechen.

Welche weiteren Trends gibt es derzeit im Bereich Milchprodukte?

«Dairy is back» – Milchprodukte sind zurück. Milch ist ein natürliches Produkt und entspricht dem aktuellen Gesundheitstrend. Milchprodukte liefern Proteine und können fermentiert oder mit Probiotika angereichert die Darmgesundheit fördern. Wir wollen hier noch mehr Produkte anbieten, damit auch die Gastronomie diesen Trend nutzen kann.


«Der intensive Moment einer Rangverkündigung ist einmalig.»


Anstatt sich vom Vegan-Trend Kunden wegschnappen zu lassen, hat Emmi selbst eine vegane Linie kreiert. Ein wichtiger Schritt?

Wir folgen den Trends und wollen divers aufgestellt sein. Vegane Produkte zu lancieren, war eine gute Entscheidung. Wir sehen beispielsweise, dass die Barista-Edition im Food Service besonders gut läuft. Gerade weil wir mit Schweizer Hafer als Basis auch den Swissness-Faktor bieten.

In welchen Bereichen wird beim Emmi Food Service derzeit investiert?

Oft geht es darum, auf bereits etablierten Produkten einen Mehrwert zu bieten. Ein Beispiel sind laktosefreie Produkte: Dieses Konzept ist zwar schon lange etabliert, die Nachfrage wächst aber stetig weiter. Letztlich versuchen wir im Food Service, die Trends aus dem Detailhandel auch für Gastronomen zugänglich zu machen. Wenn also beispielsweise laktosefreie Produkte im Detailhandel grossen Absatz finden, dann wollen wir auch entsprechende Lösungen für die Gastronomie anbieten. Schliesslich gehen die Kunden des Detailhandels auch gerne mal auswärts essen.

Die Vorbereitungen für den Culinary World Cup laufen auf Hochtouren. Wie schätzen Sie das Junioren-Team ein?

Leider konnte ich das aktuelle WM-Menü noch nicht selbst probieren. Ich bin aber überzeugt, dass die Juniorinnen hochprofessionell auftreten werden. Die kurzfristigen Anpassungen im Reglement, die kürzlich bekannt wurden, sehe ich als Chance für das Team: Es wird die nötige Flexibilität beweisen und sich so von anderen Teams abheben.

Was braucht es Ihrer Meinung nach, um als Team zu funktionieren und erfolgreich zu sein?

Es braucht vor allem Disziplin, Durchhaltewillen und eine gemeinsame Vision. Letztere nicht nur auf Papier, sondern tatsächlich verinnerlicht. Jedes Teammitglied muss das Ziel stets vor Augen haben und in sich tragen.

Hand aufs Herz – fehlt Ihnen als ehemaliger Aktiver die internationale Wettbewerbswelt manchmal?

Grundsätzlich nicht, nein. Was aber manchmal fehlt, ist dieser ganz besondere Wettkampfgeist, der unbedingte Wille, gemeinsam ein Ziel zu erreichen und eine Medaille zu gewinnen. Der Moment der Rangverkündigung ist einmalig – so etwas gibt es in meinem Leben natürlich nicht mehr. Aber zum Glück gibt es auch Wertschätzung anderer Art.

(Anegla Hüppi)


Mehr Informationen unter:

emmi-food-service.ch


Emmi Food Service

Emmi ist der Partner für Glace-, Käse-, Milchprodukte und Milchalternativen. Egal ob Grossküche in der Gemeinschaftsgastronomie, gediegenes Restaurant, Café um die Ecke oder Bäckerei: Der Emmi Food Service bietet hochwertige, clevere und innovative Produkte aus besten Schweizer Rohstoffen.


Sponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation

Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional

Ausrüster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode

Partner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions

Partner der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg,