Seit vier Generationen ist der Landgasthof Seelust im Oberthurgau verwurzelt. Frisches kommt aus der Region. Bei lagerfähigen Food- und Non-Food-Produkten vertraut der Betrieb auf Pistor und auf eingespielte Abläufe, persönlichen Kontakt und gemeinsame Werte.
Geht man auf einen Rundgang durch den grosszügigen Landgasthof Seelust in Egnach/TG, begegnet man seiner langen Geschichte auf Schritt und Tritt. Das frühere Bauernhaus ist über Jahrzehnte gewachsen, wurde erweitert, umgebaut und immer wieder neuen Bedürfnissen angepasst. «Bei uns geht es nicht einfach geradeaus», sagt Thomas Hasen mit einem Lachen. Die vielen Ecken und Wege des Hauses erzählen davon, wie aus der «Hofbeiz» von damals ein vielseitiger Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde.
Bereits 1850 wurde die «Seelust» als Bauernwirtschaft betrieben. 1918 kaufte Alfred Hasen den Landwirtschaftsbetrieb. Sein Sohn Hermann und dessen Frau Berti entwickelten die Wirtschaft weiter und machten sie zu einem beliebten Ziel für Sonntagsausflüge. Als Martin und Thérèse Hasen den Betrieb 1982 übernahmen, war die «Seelust» überschaubar: Drei Mitarbeitende packten mit an, gekocht wurde in einer Haushaltsküche. Seither kamen eine professionelle Küche, zusätzliche Gasträume und Hotelzimmer hinzu. Heute führt Thomas Hasen den Landgasthof gemeinsam mit seiner Frau Nicole Hasen-Eigenmann in vierter Generation. Zur «See-Familie» gehören auch das 2016 eröffnete Restaurant Seehuus direkt am Bodensee sowie der Campingplatz Seehorn. Die Verantwortung ist Familiensache: Matthias und Jennifer Hasen-Teuscher kümmern sich hauptsächlich um das «Seehuus», Christine und Urs Zellweger-Hasen um den Campingplatz. Starre Zuständigkeitsgrenzen gibt es nicht. Thomas Hasen kümmert sich unter anderem um den Einkauf, das Rechnungswesen und die Küche und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als Hüttenwart – als einer, der dort anpackt, wo er gerade gebraucht wird.
Diese Bodenständigkeit prägt auch den Einkauf. Fleisch, Fisch, Gemüse und Milchprodukte bezieht die «Seelust» von Partnern aus der Region. «Und solange es im Dorf noch eine eigenständige Bäckerei gibt, soll auch das Brot von dort kommen. Das ist unsere DNA. Wir sind im Dorf füreinander da», sagt Hasen. Dabei gehe es nicht darum, bei jeder Bestellung auf den letzten Rappen zu achten, sondern um Kontinuität und den Erhalt lokaler Strukturen.
Pistor steht dazu nicht im Widerspruch – im Gegenteil. Die unabhängige Schweizer Grosshandelspartnerin für Bäckerei-, Gastro-, Spital- und Heimbedarf mit Sitz in Rothenburg/LU ergänzt, was vor Ort nicht oder nicht in der benötigten Menge und Qualität erhältlich ist. Über Pistor bezieht die «Seelust» lagerfähige Grundprodukte für die Küche, darunter Mehl, Reis, Teigwaren oder Gewürze. Hinzu kommen Reinigungsprodukte, Papier- und Hygieneartikel sowie Verbrauchsmaterial für den Hotelbetrieb. Indem verschiedene Warengruppen gebündelt geliefert werden, reduziert sich die Zahl der Anfahrten.
Bei Pistor bestellt Peter Schäfli, seit 22 Jahren Koch in der «Seelust», nicht kurzfristig nach der aktuellen Auslastung, sondern nach dem Lagerbestand. Wird beispielsweise eine Dose Pfeffer aus dem Regal genommen, wird sie bei der nächsten Bestellung ersetzt. So bleibt genügend Vorrat vorhanden, auch wenn das Geschäft saisonal schwankt oder ein grösserer Anlass ansteht.
Thomas Hasen, Geschäftsleiter
Peter Schäfli bestellt über Mercanto, den digitalen B2B-Marktplatz für Hotellerie, Bäckereien sowie Alters- und Pflegeheime in der Schweiz. Das Sortiment von Pistor umfasst mehr als 20 000 Food- und Non-Food-Produkte. Frühere Bestellungen können jederzeit eingesehen und wiederkehrende Artikel rasch nachbestellt werden. «Das System ist einfach und schnell», sagt Schäfli.
Dass Pistor nicht nur liefert, sondern auch mitdenkt, zeigte sich bei einem Anlass im Frühling. Dafür bestellte die «Seelust» 120 Kilogramm gemischte Snack-Nüsse, also deutlich mehr als üblich. Bereits kurz nach der Eingabe meldete sich die zuständige Innendienstmitarbeiterin Petra Köhli und fragte nach, ob die Menge tatsächlich stimme oder versehentlich eine Null zu viel erfasst worden sei. «Dieses Mitdenken ist wahnsinnig viel wert», sagt Thomas Hasen. Für ihn ist dies Ausdruck einer Partnerschaft, die über die reine Warenlieferung hinausgeht. Die Zusammenarbeit besteht seit fast 20 Jahren. Langfristigkeit ist für die Familie Hasen grundsätzlich wichtig – bei Gästen und Mitarbeitenden ebenso wie bei den Lieferanten.
Bei der Wahl von Pistor spielte für Hasen auch die Unabhängigkeit des Unternehmens eine Rolle. Gegenüber sehr grossen Marktteilnehmern fühle sich ein einzelner Gastronomiebetrieb schnell klein. Bei Pistor erlebe er die Beziehung anders: «Mir ist klar, dass wir auch dort ein kleiner Fisch sind, aber man begegnet sich auf Augenhöhe.»
Dazu gehört für ihn auch der persönliche Kontakt im Kleinen. Wenn der Chauffeur bei der Anlieferung kurz in den Betrieb kommt und Grüezi sagt, ist das für Hasen keine Nebensache: «Er ist das Gesicht des Lieferanten.» Intensive Betreuung benötigt die «Seelust» im Alltag kaum. Ein jährliches Gespräch genügt meist. Auch das ist für Hasen ein gutes Zeichen: je weniger geklärt werden muss, desto besser funktionieren Sortiment, Bestellung und Lieferung.
Eine weitere Verbindung der beiden Partner sieht Thomas Hasen beim Thema Nachhaltigkeit. Die «Seelust» versucht, Anfahrten zu bündeln und dort Fortschritte zu erzielen, wo dies im betrieblichen Alltag möglich ist. Pistor verfolgt mit ihrer Ostschweizer Verteilzentrale in Sennwald denselben Weg: Die Waren gelangen nachts per Bahn von Rothenburg in die Ostschweiz und werden von dort aus fein verteilt. So verkürzen sich die Strassentransporte.
Für Thomas Hasen zeigt sich eine gute Partnerschaft deshalb nicht in grossen Worten, sondern im täglichen Funktionieren: Produkte sind verfügbar, Bestellungen kommen pünktlich an, ungewöhnliches Bestellverhalten wird hinterfragt und der persönliche Umgang bleibt erhalten. Oder wie es zu einem Haus passt, das seit Generationen weiterentwickelt wird: Man kennt einander, denkt mit und zieht langfristig am gleichen Strang.
(Andrea Decker)