Er verhalf unzähligen Ungelernten und Asylsuchenden zu einer beruflichen Zukunft. Nun geht er in Pension.

Heinz Gerig freut sich auf eine Zukunft mit mehr Zeit für seine Familie. (ZVG)
Die Branche braucht gute Mitarbeitende, damit sie eine Zukunft hat. Da ungelernte Mitarbeitende oder Flüchtlinge unser Bildungssystem nicht kennen, erkennen sie die Sinnhaftigkeit und die Zusammenhänge der Weiterbildung nicht. Hier liegt meine wichtigste Botschaft: Wenn es uns gelingt, diese Menschen durch Weiterbildung für das Gastgewerbe zu begeistern, dann haben wir viel erreicht. Dies damit diese Menschen Selbstvertrauen, Motivation und Selbstwirksamkeit erlangen.
Der Arbeitsmarkt hat sich massiv verändert, speziell seit Corona. Es fehlen gute Arbeits- und Fachkräfte. Für die Mitarbeitenden wird es schwieriger, längere Weiterbildungen an einem Stück zu absolvieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Produkte in Modulen anbieten und weiter öffnen, dass noch mehr Personen den Zugang dazu finden. Die Teilnehmenden sollen selbstbestimmt diejenigen Module auswählen, die ihnen aktuell am meisten nützen und sie in ihrem Arbeitsprozess stärken. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, unsere Angebote zu digitalisieren, damit die Teilnehmenden diese Kompetenzen festigen können.
Die Freiheit, Neues zu entwickeln und es auf den Bildungsmarkt zu bringen. Dies war nur dank des unglaublich guten Teams in der Basisqualifikation und des grossen Vertrauens meiner Vorgesetzten möglich. Zudem freue ich mich immer über die glücklichen Gesichter und persönlichen Begegnungen mit den Teilnehmenden. Vor allem, wenn ich sie später im Qualifikationsverfahren einer EBA oder EFZ oder gar auf der Stufe zum eidgenössischen Diplom wiedersehe.
Die stetige Veränderung und Weiterentwicklung, denn es gibt neue Trends, verändertes Gästeverhalten, Innovationen und damit einhergehend zahlreiche Herausforderungen. Diese halten die Branche und uns selbst in Bewegung.
Aufmerksamkeit, damit sie die Signale der Zukunft nicht verpasst. Die Branche muss agieren und nicht reagieren – mehr Mut zu Innovationen. Sie soll sich von alten Zöpfen lösen. Alle müssen den Mut aufbringen, über den Tellerrand zu schauen.
(Daniela Oegerli)