Marc Gay hat zwischen Studium und Ehrenamt alle Hände voll zu tun. Der ehemalige Servicemeister hat auch die Neuauflage des Wettbewerbs mitgestaltet.

Marc Gay wird im Finale der Swiss Skills Championship im kommenden November unter anderem als Mitglied der Jury im Einsatz sein. (ZVG)
Ende September fanden in Shanghai (CN) die World Skills statt. Für Marc Gay sind damit schon zwei Jahre vergangen seit seiner eigenen Teilnahme in Lyon (FR). «Als ich die Eröffnungszeremonie geschaut habe, kamen viele Emotionen wieder hoch und es hat sich angefühlt, als wäre es gestern gewesen», sagt er. Die Teilnahme war für den 23-Jährigen eine wertvolle Lebensschule: «Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht davon profitiere, was ich rund um die World Skills gelernt habe – sowohl beruflich als auch persönlich.»
Nach den World Skills startete Marc Gay die Ausbildung an der École Hôtelière de Genève. Dort hat vor kurzem das letzte Semester begonnen. Parallel zum Endspurt zum Professional Bachelor beginnt er im November an zwei Abenden die Woche einen Post-Diplom-Kurs in Hotel Management. So will er möglichst schnell seinem Ziel näherkommen, einst ein Hotelprojekt zu leiten. Er wünscht sich einmal eine Aufgabe, bei welcher er sowohl operativ als auch administrativ tätig sein kann. «In meinem Finanz-Praktikum im Marriott-Hotel in München war ich sechs Monate in der Buchhaltung. Der Gästekontakt hat mir da schon gefehlt», erzählt er.
Marc Gay, Vorstandsmitglied
Neben seiner Ausbildung engagiert sich Marc Gay im Vorstand des Berufsverbands Service/Restauration. Es sei ein sehr spannendes Amt: «Man erhält Einblick in die Bildung und in sozialpolitische Aspekte, kann mitreden und mitgestalten.» Besondere Freude bereitet hat ihm zum Beispiel die Mitarbeit an der Neuauflage der Servicemeisterschaft zur Swiss Skills Championship. «Es ist ein neues Kapitel für den Wettbewerb, wir haben vieles angepasst, und ich bin sehr gespannt auf das Finale im November.»
An der Delegiertenversammlung der Hotel & Gastro Union im Herbst 2027 wird ein neuer Vorstand gewählt: «Wir suchen Mitglieder, die stolz auf ihren Beruf sind und motiviert, ihre Ideen einzubringen.» Personen, die sich bewerben, müssten sich bewusst sein, dass ein solches Engagement Zeit braucht. Mit der Digitalisierung und den Video-Sitzungen sei zwar vieles einfacher geworden. «Trotzdem ist es ein Investment und neben dem Arbeitsalltag oder in meinem Fall der Ausbildung nicht immer einfach.» Doch rät er Interessierten, sich unbedingt zu bewerben. «Man hat die Chance, bei der Entwicklung unseres Berufs mitzuwirken. Und der Vorstand ist wie eine kleine Familie, mit der man immer mehr zusammenwächst.»
(Alice Guldimann)