Erfolg braucht Vertrauen – und manchmal Tränen

In der Kocharena an der Zagg verrieten heute unter anderem World-Skills-Gewinner und der Koch der Schweizer Fussballnati ihre Erfolgsgeheimnisse.

  • Martin Erlacher (l.) verriet in der Kocharena die Erfolgsgeheimnisse zweier Restaurations-Weltmeisterinnen: Sabrina Keller (2011) und Tatjana Caviezel (r., 2017). (ZAGG Luzern)
  • Emil Bolli, Koch der Schweizer Fussballnati, verriet, wann er den Spielern ein Rindsfilet zubereitete. (ZVG)

Wenn Martin Erlacher die Swiss-Skills-Gewinner der Kategorie Restauration für die World Skills trainiert, macht er keine Kompromisse. Streng sei er und pingelig, sagt Sabrina Keller über ihn. Offenbar mit Erfolg: Keller gewann 2011 die World Skills als erste Schweizer Kandidatin seit langem.

Erlacher ist aber nicht nur ein strenger Trainer, sondern auch ein Freund für die Kandidaten. Denn die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist für ihn das Vertrauen. «Wir müssen jedes Thema ansprechen können, und ab und zu muss es auch Tränen geben», sagte er heute in der Kocharena an der Zagg. Nur so können Blockaden gelöst werden. Wer im Team arbeitet, ist zudem kreativer. Das half beispielsweise, als das Ananasschneiden bei Sabrina Keller auch nach unzähligen Kilos Ananas immer noch nicht klappen wollte. Da entwickelten die zwei kurzerhand gemeinsam eine neue Schneidtechnik.

Risotto vor dem Länderspiel

Vertrauen spielt auch in Emil Bollis Karriere eine wichtige Rolle. Seit 22 Jahren ist er der Koch der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Die Spieler wissen, dass sie von ihm bestens versorgt werden – besser als von so manchem Sterne-Chef in den Hotels auf Auslandreisen. Bolli verriet, was es vor wichtigen Spielen jeweils gibt: Am Abend vorher Pouletschenkel – der Renner bei fast allen Spielern –, vor dem Match ein leichtes Risotto ohne Butter und Rahm oder Pasta mit Gemüsesauce, und nach dem Spiel Rindsfilet: «Entweder zur Belohnung für ein gutes Spiel oder als Trost nach einem schlechten.»

(Angela Hüppi)