Die Hochsaison ist vorbei. Jetzt haben auch die Gastgewerbler etwas Zeit, dem Schneesport zu frönen. Das aber bitte mit der nötigen Vorsicht.

Der klebrige Sulzschnee wird oft auch Beinbruchschnee genannt. (Adobe-Stock)
Gemäss Suva ereignen sich jeden Winter rund 35 000 Schneesportunfälle. Ihre Auswirkungen sind erheblich. Dies sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Arbeitgeber und Arbeitskollegen. Denn diese müssen Ausfälle von knapp 827 000 Arbeitstagen auffangen.Von Unfällen auf der Piste sind alle Altersgruppen betroffen.
Die höchste Zahl an Unfällen (9200) und Ausfalltagen (228 100) entste-hen allerdings bei den 45- bis 54-Jährigen. Es folgen die 25- bis 34-Jährigen und die 35- bis 44-Jährigen. Beide Altersgruppen verzeichnen im Jahr je rund 7600 Unfälle. Die Suva hat festgestellt, dass mit steigendem Alter auch die Zahl der Ausfalltage steigt. 15- bis 24-Jährige fehlen nach einem Ski- oder Snowboardunfall im Schnitt 21 Tage bei der Arbeit. Bei den 55- bis 64-Jährigen liegt dieser Wert bei 27 Tagen.
Um sicher und geschmeidig über den im Frühling oft sulzigen, klebrigen Schnee zu gleiten, empfiehlt die Suva, nur gut gewartete Ausrüstung mit korrekt eingestellter Bindung zu benutzen. Zudem sollten die eigenen Fähig-keiten nie überschätzt und das Tempo der Situation angepasst werden. Egal wie warm die Märzsonne scheinen mag: Aufwärmen vor der Abfahrt nicht vergessen!
Selbst wenn die Piste noch so lockt, zum Schutz vor Unfällen ist es wichtig, regelmässig Pausen einzulegen. Eine weitere Präventionsmassnahme besteht darin, stets mit klarem Kopf Ski- oder Snowboard zu fahren und mit den Gedanken auf der Piste zu bleiben. Denn im Schneesport ist es wie im Strassenverkehr: Wer bewusst und rücksichtsvoll unterwegs ist, reduziert das Unfallrisiko für sich selbst und für andere. (RIF)
«EKAS-Tipps» erscheinen alle zwei Wochen und vermitteln Wissenswertes rund ums Thema Arbeitssicherheit.Der klebrige Sulzschnee wird oft auch Beinbruchschnee genannt.
(rif)