Psychische Probleme sind weit verbreitet. Männer holen sich aber selten professionelle Hilfe. Wie sich das ändern lässt, soll nun eine Studie klären.

Wenn es einem nicht gut geht: 143.ch und Tel. 143 sind niederschwellige Angebote, die man anonym und kostenfrei in Anspruch nehmen kann. (Pexels)
Fünf Prozent der Männer leiden an einer diagnostizierten Depression. Weitere 22 Prozent berichten von psychischen Belastungen. Die Suizidrate bei Männern ist dreimal höher als bei Frauen
Das Kompetenzzentrum Psychische Gesundheit OST und das Psychologische Institut der Universität Zürich suchen Erwachsene, die Deutsch sprechen, in der Deutschschweiz hausärztlich betreut werden und bereit sind, an einer Studie teilzunehmen. Die Studie soll aufdecken, was es Männern schwermacht, über Probleme zu reden und sich Hilfe zu holen. Finanziert wird die Studie durch den Schweizerischen Nationalfonds. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen zur Entwicklung eines digitalen Tools. Es soll speziell auf Männer, ihre psychischen Problemstellungen sowie auf ihre Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten sein. Alle, die an der Studie teilnehmen, leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung in der Deutschschweiz.
Die Studie besteht aus den Elementen Online-Umfrage, Fokus-Gruppen und Tool-Testing. Die Umfrage dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Unter den Teilnehmenden, die ihre Namen nennen mögen, werden 100-Franken-Migros-Gutscheine verlost. Die Umfrage läuft noch bis Ende Mai. Teilnehmen können Menschen aller Geschlechter. Hingegen sind die Fokus-Gruppen und die Tool-Testphase Männern vorbehalten. Die Gruppen sind zwar beendet, dafür fängt im Juni das Tool-Testen an. Es dauert bis Dezember. Weitere Informationen sowie den Link zur Online-Umfrage gibt es unter: beyondthebarriers.ch. Zum Testing kann man sich beim Studienkoordinator: bastian.berg-haendler@ost.ch anmelden.
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