Ein gut kuratiertes Weinangebot bringt Geld ein und steigert die Qualität des gastronomischen Angebots.

Letztes Jahr war die HGU-Region Oberwallis-Zentralschweiz zu Besuch bei Marina und Rafael Schacher, Seetaler Weine in Hohenrain/LU.
«Es ist erschreckend, auf welch tiefem Niveau das Weinwissen in der Gastronomie ist», sagte kürzlich ein bekannter Schweizer Winzer. Ein Blick auf zufällig ausgewählte Weinkarten zeigt, dass es eher am Bewusstsein für den Wein fehlt. Denn häufig wäre das Angebot attraktiv, jedoch ist die Deklaration mangelhaft. Die minimale Anforderung der Angabe des Produktionslandes reicht nicht. Zudem erwarten viele Gäste einheimischen Wein im Offenausschank. Egal ob beim Speiseangebot auf Regionalität gesetzt wird oder man sich der mediterranen Küche verschrieben hat.
Eine gepflegte Weinkarte ist ein wesentlicher Umsatzbringer. Ein durchdachtes Angebot, auch im Offenausschank, steigert den Umsatz. Kaum ein Gast kann einer charmanten Empfehlung widerstehen. An Möglichkeiten, sich Weinwissen anzueignen, fehlt es nicht. Gastrosuisse bietet in Zusammenarbeit mit der Académie du Vin den Lehrgang «Schweizer Wein-Sommelier» an. Im ersten Teil, der dem WSET Level 2 entspricht, stehen Rebsorten und die Degustation auf dem Programm. Arbeiten im Rebberg und das Weinland Schweiz stehen im Fokus des zweiten Teils (WSET Level 3). Dazu kommen Food-Pairings und internationale Weine.
Die Theorie ist ein bedeutender Teil, um sich Weinwissen anzueignen. Genauso wichtig ist jedoch der Austausch mit Winzerinnen und Winzern. Eine Möglichkeit dazu bietet am 20. Mai der Stammtisch der HGU-Region Bern-Nordwestschweiz mit dem Besuch im Weingut des Gasthauses zur Post in Bözen/AG.
(gab)
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