Der «Brot-Chef» steht für Nachwuchsförderung. Jury-Präsident Mäni Blum erklärt, warum das Teamformat ideal ist und was Lernende und Betriebe von einer Teilnahme haben.

Mäni Blum präsidiert Jury und Wettbewerbskommission des «Brot-Chef». (ZVG)
Die Lernenden liegen mir am Herzen, denn unser Nachwuchs ist unsere Zukunft. Nur mit gut ausgebildeten und motivierten jungen Fachkräften können wir die Qualität und Leidenschaft unseres Handwerks erhalten. Dieses Engagement lebe ich auch in meiner Rolle als Chefexperte Produktion der Bäcker-Konditor-Confiseure EFZ/EBA in Basel-Landschaft und Basel-Stadt.
Ja. Im Wettbewerb zählt nicht nur die Leistung des Einzelnen, sondern vor allem, wie gut ein Team zusammenarbeitet. So ist es auch im Berufsalltag. Zudem stärken gemeinsame Erlebnisse den Zusammenhalt und schaffen Vertrauen. Wer sich kennt, unterstützt sich und trifft unter Druck bessere Entscheidungen.
Sie überzeugen mit Potenzial, Energie, Offenheit und Kreativität. Herausforderungen sehe ich oft bei der Konsequenz, der Belastbarkeit und im Umgang mit Druck. Genau hier liegt unsere Aufgabe als Berufsbildner: zu begleiten, zu fördern und ihnen die nötigen Werkzeuge mitzugeben.
Die Gewinnermentalität zeigt sich nicht nur in der Zusammenarbeit, sondern auch im Füreinander. Gewinner verfolgen ein gemeinsames Ziel, das grösser ist als der Einzelne. Dann rückt das Gewinnen fast in den Hintergrund.
Sie können sicher sein, dass sie fachlich, persönlich und menschlich über sich hinauswachsen. Gleichzeitig bauen sie ein wertvolles Netzwerk auf, das sich langfristig auszahlt. Am Ende stärkt das nicht nur die einzelne Person, sondern die ganze Branche.
Weil sie direkt davon profitieren: Engagiertere Mitarbeitende, neue Ideen für den Betrieb und ein starkes Signal nach aussen, dass die Ausbildung ernst genommen wird. Das zahlt auf die Qualität und das Image des Betriebs ein.
Wir müssen unseren Nachwuchs wertschätzen und fördern. Nur so gewinnen wir die Talente, die wir für die Zukunft brauchen. Ich freue mich, Teil dieses Netzwerks zu sein und mich in die Berufsbildung einzubringen.
(Andrea Decker)