Der Bundesrat hat angeordnet, dass alle Schulen bis vorerst 19. April schliessen müssen. Das hat Folgen für unsere Lernenden und Hotelfachschulen.
Auch wenn derzeit in den Berufs- und Hotelfachschulen niemand vor Ort ist, es wird eifrig gelehrt und gelernt. Dies allerdings mit gewissen Anpassungen und Einschränkungen.
An der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern SHL beispielsweise findet die Kommunikation zwischen den Dozierenden und Studierenden digital via SHL- E-Campus statt. Besprechungen und Lerngruppen werden skypend abgehalten. Und sogar die mündlichen Diplomprüfungen werden von den Dozierenden via Skype durchgeführt.
Zwar werden Projektarbeiten zu Ende gebracht, aber deren Präsentation entfällt. Bewertet werden daher nur die schriftlichen Arbeiten. Die sonst übli-
chen schriftlichen Abschlussprüfungen werden durch andere Prüfungsformen ersetzt, die noch im Detail auszuarbeiten sind.
Ungewiss ist die Situation für Studierende der Fachsemester im Sommer. Zurzeit weiss niemand, ob diese zeitlich verschoben stattfinden oder ganz abgesagt werden müssen. Das hängt davon ab, wie sich die Corona-Situation weiterentwickelt.
Ganz klar abgesagt sind hingegen alle Kurse, welche die Hotel & Gastro Union im Zeitraum bis 19. April ausgeschrieben hat. Darunter fallen auch die QV-Vorbereitungstage für angehende Hotelfachleute und Hotellerieangestellte sowie Hotelkaufleute und Hotel-Kommunikationsfachleute. Da auch die Berufsschulen nicht besucht werden können, sind die Jugendlichen jetzt vermehrt auf die Unterstützung ihrer Ausbildner angewiesen (siehe Artikel rechts). Denn fest steht, auch dieses Jahr wird das Qualifikationsverfahren stattfinden. Vielleicht nur etwas später als sonst üblich.
«Im Bildungsbereich wird sich alles etwas verzögern, aber wir werden auf gleich hohem Niveau weiterfahren können wie vor Corona», sagt Urs Masshardt, Geschäftsleiter der Hotel & Gastro Union und Stiftungsratspräsident der SHL. Allerdings sieht er auch die Gefahr, dass es für gewisse Schulen finanziell sehr schwierig werden könnte, wenn sie mehrere Monate geschlossen bleiben müssten. «Im Gegensatz zu den Fachhochschulen, die staatlich unterstützt werden, sind Höhere Fachschulen wie die SHL finanziell auf sich gestellt. Das ist insofern problematisch, weil Höhere Fachschulen als Non-Profit-Organisationen keine Gewinne machen dürfen. Sie können deshalb keine Rückstellungen für Krisenzeiten tätigen.»
(Riccarda Frei)
Der WIGL-Verlag möchte, dass alle Lernenden ihre Ausbildung problemlos weiterführen können. Deshalb stellt er allen, die noch mit der Printversion arbeiten, die digitalen Arbeitsblätter und Aufträge kostenlos zur Verfügung. Interessierte Lernende wenden sich diesbezüglich bitte an ihre Klassenlehrer und -lehrerinnen. Sind diese nicht erreichbar, können sich die Lernenden auch direkt beim Verlag melden.
info(at)wigl.ch