Das ist das Ergebnis des Tourismusgipfel

Bei der Exit-Strategie des Bundes wurde die Tourismusbranche bislang übergangen. Über einen offenen Brief forderte die Branche den Bundesrat auf, einen konkreten Plan für gastgewerbliche und touristische Betriebe zu erarbeiten. Der Bundesrat hat Vertreter der Tourismus-Allianz gestern Sonntag zu einem Tourismusgipfel getroffen.

Die Vertreter der Tourismus-Allianz. (ZVG)

Die Branche hat eine klare Botschaft platziert: «Die Tourismusbranche lebt vom Zusammenspiel unterschiedlicher Angebote. Die touristische Wertschöpfung kann nur erbracht werden, wenn allen Teilbranchen die Öffnung wieder erlaubt ist.» Zusammen mit ihren Mitarbeitenden will die Branche so schnell wie möglich wieder Gäste empfangen, da sonst zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet sind und viele Betriebe um ihre Existenz fürchten müssen.

Zwar sei es nicht im Interesse der Tourismusbranche, dass es eine zweite Infektionswelle gäbe. Die Allianz von elf Tourismusverbänden versicherte dem Bundesrat, dass sie im Hinblick auf eine zeitnahe Öffnung alles daran setzen werde, entsprechende Massnahmen zu erarbeiten, um sowohl Gäste als auch Mitarbeitende zu schützen. Diverse Schutzkonzepte – unter konsequenter Berücksichtigung der BAG-Kriterien – seien bereits erarbeitet, weitere würden folgen.

Ferien in der Schweiz

Am Treffen wurde zwar nichts konkret entschieden. Doch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigte sich optimisch, dass im Sommer in puncto Reisen in der Schweiz einiges möglich sein könne. Schon per 11. Mai prüft der Bundesrat erste Lockerungen im Gastronomiebereich. Dabei steht eine schrittweise Öffnung der Gastroszene im Fokus. Für eine weitere Öffnung sei die Entwicklung zwischen dem 11. Mai und 8. Juni entscheidend. «Wenn es gut läuft, dann ist im Sommer gerade im Bereich Tourismus vieles möglich», so Sommaruga.

(mm/rma)