Digital Signage wird zum Standard

Die Gastkolumne von Raoul Julen, CEO Ipeak Infosystems.

Der erste Eindruck eines Hotels entsteht nicht beim Check-in – er entsteht überall. Digital Signage ist darum kein optionales Extra mehr, sondern Standard in der modernen Gästekommunikation. Hotels, die heute noch ausschliesslich auf analoge Information setzen, wirken rückständig. Internationale Vorreiter in London, Paris, Singapur oder New York begleiten ihre Gäste entlang der gesamten Journey mit dynamischen, visuellen Inhalten. Vor allem zwei Gästegruppen setzen den Massstab: Gen Z und Business-Reisende. Laut einer Hospitality-Studie von Oracle erwarten über 70 Prozent der Gäste heute digitale Self-Service-Angebote und Echtzeitinformationen. Sie sind es gewohnt, Inhalte intuitiv zu konsumieren – personalisiert, visuell stark und jederzeit verfügbar. Wer diesen Anspruch nicht erfüllt, verliert nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Vertrauen in die Marke. Richtig einge-setzt, wird Digital Signage zum aktiven Umsatztreiber. Spa-Angebote, Restaurant-Specials oder Zusatzleistungen lassen sich gezielt und situativ ausspielen – genau dort, wo Gäste empfänglich sind. Gleichzeitig sinkt der operative Aufwand: Inhalte werden zentral gesteuert, automatisiert und in Echtzeit aktualisiert. Entscheidend ist ein Perspektivenwechsel: Digital Signage ist kein isoliertes Technikprojekt, sondern integraler Bestandteil der Markenidentität. Digitale Touchpoints, die gestalterisch nicht zur Identität passen oder veraltete Inhalte zeigen, schaden dem Markenbild. Umgekehrt transportiert ein stimmig inszeniertes System Werte, Stil und Qualität eines Hauses. Wer mithalten will, kommt daran nicht vorbei. Digital Signage ist nicht Zukunft – sie ist Gegenwart.

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