Lokale sind leer, Spitäler überfüllt. Nicht nur das medizinische Fachpersonal kommt an seine Grenzen, auch das Housekeeping braucht Unterstützung.
Die Dankbarkeit für die Arbeit der Ärzte und des Pflegepersonals ist in der ganzen Schweiz sehr gross. Und das ist richtig so. Allerdings wird oft vergessen, dass auch die Spitalmitarbeitenden in den Bereichen Reinigung, Lingerie und Verpflegung derzeit extrem gefordert sind und langsam an ihre Grenzen stossen. «Wir sind um jede Hand froh, die dazukommt und mitarbeitet», sagt Piera Dalla Via. Sie ist Leiterin Ökonomie an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich. Als Präsidentin des Berufsverbands Hotellerie-Hauswirtschaft und Mitglied des Zentralvorstands der Hotel & Gastro Union hat Piera Dalla Via angeregt, eine Kontaktstelle einzurichten. Dort könnten sich einzelne Gastgewerbler sowie auch ganze Restaurantteams, die freie Kapazitäten haben, für Arbeitseinsätze in Spitälern und Heimen melden.
Die Hotel & Gastro Union wird nun die Machbarkeit einer solchen Kontaktstelle prüfen und gegebenenfalls ein Konzept zur Umsetzung dieser Idee entwickeln. Unter anderem gilt es herauszufinden, bei welchen Aufgaben die Spitäler konkret Unterstützung aus dem Gastgewerbe brauchen und wo die Helfer aus unserer Branche sinnvoll eingesetzt werden könnten. Zudem muss noch abgeklärt werden, welche gesetzlichen Hürden es zu überwinden gilt.
(Riccarda Frei)