Das Kantonsspital Baselland KSBL hat am Standort Bruderholz eine neue Küche eingeweiht. Dort wird für zwei Standorte gekocht.

Individuelle Menüwahl: Bei der Zusammenstellung der Patientenmenüs muss auch immer ein Diätkoch dabei sein. (ZVG)
Ja, auf jeden Fall. Die bisherigen Küchen in Liestal und auf dem Bruderholz hatten über 50 Jahre auf dem Buckel. Natürlich haben wir zu den bisherigen Küchen Sorge getragen. Wir haben bei allen Geräten immer den Service machen lassen und Defektes ausgetauscht. Doch im Grossen und Ganzen war eine gesamte Erneuerung unumgänglich.
Schlichtweg alles. Wir haben die alte Küche komplett entkernt und auf einer Fläche von 1820 Quadratmetern, also leicht grösser als zwei Handballfelder, den Platz zusammen mit der Creative Gastro mit Sitz in Rothenburg/LU völlig neu geplant. Jetzt sind die Abläufe logischer und prozessorientierter. Ein Beispiel: Economat, Kühlund Tiefkühlräume befinden sich im Zentrum der Küche, was die Wege deutlich verkürzt.
Die rund 140 Mitarbeitenden der Gastronomie stellen jeden Tag Mahlzeiten für rund 900 Patienten und 1200 Mitarbeitende her. Dazu kommen 100 Kita- und 50 Spitex-Mahlzeiten sowie 650 Cateringanlässe im Jahr.

Hanjörg Werdenberg, Leiter Gastronomie und Mitglied des Schweizer Kochverbands, ist seit 25 Jahren im KSBL
Dies geschieht mit einem externen Transporteur, der für uns regelmässig auch medizinisches Material verschiebt.
Gut 75 Prozent. Dazu gehören alle Schmorgerichte oder Gemüse mit einer langen Kochzeit wie Bohnen oder Rüebli. Heikle Speisen wie Teigwaren oder Tomaten bereiten wir an beiden Orten frisch zu.
Bis zur Pandemie gab es zwei Küchen mit einer eigenen Koch-equipe und mit zwei Menüplänen. Dann habe ich als Erstes für beide Standorte die Menüpläne vereinheitlicht. Bald darauf kam die Umstellung auf das Cookand-Chill-Verfahren. Während der Küchensanierung lieferte der Standort Liestal die Verpflegung nach Bruderholz.
Diese werden wir nun sanieren und verkleinern.
Nein, überhaupt nicht. Lediglich zwei Köche haben von Liestal ins Bruderholz wechseln müssen. Beide sind aber noch nicht lange dabei, und wir haben sie bereits bei den Vorstellungsgesprächen über den Wechsel informiert.
Wir haben jetzt die neusten und tollsten Geräte, die es derzeit auf dem Markt gibt. Am meisten gefallen mir die beiden Geräte, in welchen man beispielsweise Cremen und Saucen kochen, pasteurisieren und kühlen kann. Aber nicht alles ist neu. Die noch brauchbaren Geräte sind zum Teil in die neue Küche integriert worden.
(Ruth Marending/Claudio Schütz)