Die Finalteilnehmenden «machen das Kalb»

Am Montag, 4. Mai, findet die 24. Ausgabe des Kochwettbewerbs «La Cuisine des Jeunes» von «Schweizer Fleisch» in Bern statt.

Anrichten unter Zeitdruck: Kochtalente zeigen Präzision bis zum Schluss. (A. Fretz)

Fünf ambitionierte Kochtalente messen sich live vor Jury, Publikum und Fachpresse in der Küche des Workspace Welle 7 beim Bahnhof Bern. Der Wettbewerbstag beginnt mit den Vorbereitungen in der Küche und gipfelt in der spannungsvollen Siegerehrung. Dazwischen bleiben den Finalteilnehmenden 2,5 Stunden Zeit, um ihre Kreationen live zuzubereiten, anzurichten und die Jury von ihrem Können zu überzeugen.

Ins Finale geschafft haben es: Melina Schenk, Sous-chefin im Restaurant Mille Sens in Bern, Matthias Hervochon, Chef de cuisine in der Auberge de Féchy in Féchy/VD, Janis Müller, Chef de partie im Restaurant Panorama in Steffisburg/BE, sowie Massimo Rogger, Chef de partie bei «1732 Hotels» in Vals/GR, und Loris Tronnolone, Sous-chef im Hotel Bad Bubendorf in Bubendorf/BL.

Unter dem Motto «The Veal Deal» waren die jungen Köchinnen und Köche im Vorfeld gefordert, ein Hauptgericht und ein Amuse-Bouche mit Schweizer Kalbfleisch für fünf Personen zu kreieren. Dafür wurden ihnen ein Kalbshuftdeckel und zwei Kalbsmilken zur Verfügung gestellt.

Ein Sprungbrett für die Karriere

Christoph Hunziker vom «Schüpbärg-Beizli» in Schüpfen/BE leitet die Jury. Neben ihm richten Maryline Nozahic, Restaurant La Table de Mary in Cheseaux-Noréaz/ VD, Philippe Deslarzes, Restaurant Njørden in Aubonne/VD, Patrick Germann vom «Bären» in Schwarzenburg/BE und Reto Gadola, «Casa Alva» in Trin/GR, ein waches Auge auf die Arbeiten der Finalteilnehmenden. Am meisten Punkte vergeben die Juroren jedoch für den Geschmack. Sie bewerten die einzelnen Komponenten genauso wie deren Harmonie im Zusammenspiel und das Gesamtbild der Präsentation.

Die Preise sind Ruhm, Bargeld, Sachwerte, Genuss und viele neue Kontakte sowie ein prominenter Platz auf dem Sprungbrett zu einer grossen Karriere.

Melina Schenk arbeitet als Sous-chefin im Restaurant Mille Sens in Bern. (ZVG)

Als Erste der fünf Finalteilnehmenden sei Melina Schenk vorgestellt. Von ihrem Arbeitsort, dem Restaurant Mille Sens am Bahnhofplatz Bern, sind es nur wenige Schritte zur Welle 7, dem Austragungsort des Finales von «La Cuisine des Jeunes». Ihre Vorfreude ist gross und noch ist sie entspannt. Aus Erfahrung weiss sie jedoch, dass kurz vor dem Finale Nervosität aufkommen wird. Melina Schenk hat es im Jahr 2023 bereits mit ihrer Burger-Kreation ins Finale geschafft. Weil ihr die Teilnahme viel brachte, überlegte sie sich, noch einmal mitzumachen. Der Entscheid zog sich hinaus. Doch dann ging alles schnell. «Ich arbeite am besten unter Druck», sagt Melina Schenk. «Für die Gerichte ging ich spontan an die Sache. Erst habe ich aufgeschrieben, was ich gerne esse. Dann notierte ich, was im Frühling Saison hat. Die Kombination daraus ergab meine Gerichte.»


«Produkte aus der Region sind mir wichtig. Deshalb koche ich nur mit Schweizer Fleisch.»

Melina Schenk, Sous-Chefin Restaurant Mille Sens in Bern


Weil sie gerne durch die Natur streift und auch selber Pilze sammelt, gab sie ihrer Arbeit den Titel «Kalb im Frühlingswald». Hinter dieser schlichten Bezeichnung steckt viel Arbeit. Zwei Dutzend Komponenten wird sie für das Amuse-Bouche und das Hauptgericht zubereiten, zu einem Ganzen zusammenfügen und damit die Jury beeindrucken. Eine vielfältige Küche mit Einflüssen ferner Länder gehört zu ihrer Arbeit als Sous-chefin im Restaurant Mille Sens. Das gefällt ihr an der täglichen Arbeit mit Domingo S. Domingo, dem Chef und Gastgeber im «Mille Sens». Er hat Melina Schenk ein zweiwöchiges Praktikum in einem Sterne-Restaurant in Malaysia ermöglicht, das sie nach dem Finale von «La Cuisine des Jeunes» antreten und mit Ferien ergänzen wird.

Melina Schenk liebt die warmen Jahreszeiten. Nicht nur wegen der Streifzüge durch die Natur. Gerne ist sie dann auch zügig mit ihrem Yamaha-Motorrad unterwegs.

(Gabriel Tinguely)


Matthias Hervochon und Janis Müller werden in der Ausgabe vom 15. April vorgestellt. In der Ausgabe vom 29. April folgen Massimo Rogger und Loris Tronnolone.


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