«Unser Beruf hat das Rampenlicht verdient»

Cyril Létra vom Ensemble Hospitalier de la Côte meldete seine Mitarbeitenden für die Swiss SVG-Trophy 2025 an. Dort belegten sie den zweiten Platz.

Cyril Létra, warum haben Sie die Teilnahme an der Swiss SVG-Trophy unterstützt?

Weil der Wettbewerb eine Form der Gastronomie ins Rampenlicht rückt, die weniger sichtbar ist als die traditionelle Gastronomie. Die Swiss SVG-Trophy würdigt unseren Alltag und zeigt, welche Rolle die Spitalgastronomie spielt. Das ist eine wichtige Anerkennung für unsere Mitarbeitenden.

Welche Vorteile hatte Ihr Unternehmen dadurch?

Der Wettbewerb dient quasi als Schaufenster. Er rückt unsere Mission in den Vordergrund und positioniert uns als vollwertigen Akteur in der kulinarischen Landschaft. Diese Sichtbarkeit geht über unsere Einrichtung hinaus: Unser Ergebnis wurde in den anderen Spitälern der Romandie mehrfach aufgegriffen.

Und wie war die Erfahrung für das Team selbst?

Sehr positiv. Das Format ist anspruchsvoll, da die Vorbereitung auf den Wettbewerb mit der täglichen Arbeit für die Patienten in Einklang gebracht werden muss. Das hat die Teammitglieder eindeutig beflügelt. Drei Köche, die sich zuvor nicht kannten, bildeten ein eingespieltes Trio. Der zweite Platz hat ihren Stolz und ihren Zusammenhalt gestärkt.

Hat das auch Auswirkungen auf die interne Dynamik?

Ja, in vielerlei Hinsicht. Wir haben viel Unterstützung erhalten, sowohl intern als auch extern. Intern bot die Trophy die Gelegenheit, unsere Talente zu präsentieren. Dies insbesondere bei einer Veranstaltung mit der Geschäftsleitung, bei welcher das Team den Wettbewerb nachstellte.


Cyril Létra ist im Ensemble Hospitalier de la Côte für die Bereiche Verpflegung, Hotellerie, Empfang, Aufnahme und Transport zuständig.


Und wie geht es jetzt weiter?

Einige Teammitglieder möchten noch einmal antreten, aber wir wollen auch Platz für neue Talente schaffen. So ein Wettbewerb sorgt für Sichtbarkeit und Motivation – das ist langfristig ein interessanter Hebel für uns.

Welche Rolle spielte der Wettbewerbspartner Pistor während der Trophy?

Pistor war ein Partner, der uns Sichtbarkeit verschaffte. Die Kommunikation rund um den Wettbewerb und die Vorbereitungen war sehr professionell und rückte die Teams in den Vordergrund. Dadurch fand unsere Teilnahme zusätzliche Beachtung.

Wie nahm Ihre Geschäftsleitung die Teilnahme auf?

Sehr gut. Wir wurden von Anfang an unterstützt, auch bei der Preisverleihung. Das Projekt wurde aufmerksam verfolgt und das Feedback war sehr ermutigend. Das hat die Berechtigung des Projekts intern gestärkt.

Hat der Wettbewerb Ihre Herangehensweise an Qualität oder Innovation beeinflusst?

Wir hatten bereits zuvor eine Qualitätskultur und eine gute Dynamik dank junger und engagierter Teams. Der Wettbewerb war kein Auslöser, sondern eher ein Spiegelbild dessen, was bereits vorhanden war. Dass der Wettbewerb so nahe an der Praxis ist, unterstreicht seine Relevanz und seinen Nutzen für das Unternehmen.

Abgesehen vom Ergebnis: Was haben Ihre Mitarbeitenden aus dieser Erfahrung mitgenommen?

Eine ausgeprägte Anpassungsund Koordinationsfähigkeit. Die Arbeit unter realen Bedingungen erfordert eine sehr sorgfältige Organisation und gute Kommunikation – allesamt Fähigkeiten, die sich direkt auf den Alltag übertragen lassen.

(Patrick Claudet/ahü)


Mehr Informationen unter:

svg-trophy.ch


Swiss SVG-Trophy

Die Schweizer Meisterschaft für Spital-, Heim-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie findet zum neunten Mal statt. Dreier-Teams treten gegeneinander an, indem sie im Finale im September in ihrer eigenen Küche innerhalb von dreieinhalb Stunden ein Drei-Gang-Menü für 60 Gäste zubereiten. Anmeldeschluss ist der 19. Juni 2026.