Rund 400 geladene Gäste applaudierten und jubelten Mateo Hoefliger, 3. Ausbildungsjahr im «Casino Bern», zu, der im Rahmen der 21. Ausgabe von «Gusto – The Show» zum Sieger der Schweizer Meisterschaft der Kochlernenden gekürt wurde.
Auch wenn Moderator Sven Epiney humorvoll und zügig durch den Abend führte, mussten die Finalteilnehmenden lange auf den entscheidenden Moment der Rangverkündigung warten. Auf die Einführung folgten Ansprachen, Grussworte und Showeinlagen. Für Zerstreuung sorgten die unverblümt direkten und witzigen Interviews, die Sven Epiney mit den Finalteilnehmenden führte.
Am Ende des Tages stand Mateo Hoefliger, 3. Ausbildungsjahr im «Casino Bern», zuoberst auf dem Podest. Er hatte das Hauptgericht unter dem Motto «Best of Lamb» sowie die «Mystery Soup» am spannendsten umgesetzt. Zweiter wurde Tiziano Palazzo, 3. Ausbildungsjahr im «The Omnia» in Zermatt/VS. Er hatte letztes Jahr bereits teilgenommen, wurde damals Vierter. Den dritten Rang erreichte Vivien Burkhard, 2. Ausbildungsjahr im «Schüpbärg-Beizli» in Schüpfen/BE.
Auf dem vierten Rang klassierten sich:
«Comunity Winner», in den sozialen Medien durch das Publikum gewählt, wurde Vivien Burkhard. Sie gewinnt ein Abendessen und eine Übernachtung in der Villa Honegg, hoch über dem Vierwaldstättersee. Küchenchefin Nadine Stadelmann übergab den Preis und wird Vivien Burkhard verborgene Türen öffnen.
Auf den Sieger Mateo Hoefliger warten zwei Wochen Chicago (US) mit Einblick in die Küche von Grant Achatz im Zwei-Sterne-Restaurant Alinea, offeriert von Hero Gastronomie. Der zweitplatzierte Tiziano Palazzo fährt für eine Woche auf die Färöer-Inseln. Dort besucht er Poul Andrias Ziska im Zwei-Sterne-Restaurant PAZ. Dieser Preis wurde von Hilcona offeriert. Die drittplatzierte Vivien Burkhard darf für eine Woche beim Drei-Sterne- und 19-Gault-Millau-Punkte-Koch Andreas Caminada auf Schloss Schauenstein reinschauen. Offeriert wurde dieser Preis von Romer’s Hausbäckerei.
Rückblende: Am Tag vor der Preisverleihung traten die sechs jungen Talente zum finalen Wettkochen in der Berufsfachschule BBB Baden an und stellten ihr Können vor einer Küchen- und einer Degustationsjury unter Beweis. Nach zweieinhalb Stunden mussten sie eine Suppe servieren, deren Warenkorb sie erst 30 Minuten vor dem Start erfuhren. Die selbst kreierte Suppeneinlage wiederum konnten die Lernenden im Voraus trainieren. Ebenso den Hauptgang, der eine halbe Stunde nach der Suppe parat sein musste.
Mateo Hoefliger servierte zuerst eine Topinambursuppe mit Zandertatar, Verjus-Gelee, Saibling-Mousseline, Zwiebelpüree und Zwiebelhippe. Zur Hauptspeise kochte er geschmorten Lammschulterdeckel mit Thymianjus, Lammhuft-Wirsing-Taco, Gstaader Maisgriessschnitte mit Haselnusskern und Schafskäse sowie ein Randen-Millefeuille mit eingemachten Zwetschgen. Das Niveau sei dieses Jahr so ausgeglichen wie noch nie gewesen, sagte Gusto26-Jurypräsident Yanick Mumenthaler.
Yanick Mumenthaler, Jurypräsident
Begeistert war auch Sebastian Brugger, Küchendirektor im Restaurant Bullerei in Hamburg (DE), der Tim Mälzer, seinen Chef und Inhaber der «Bullerei», vertrat. Er war voll des Lobes für die Organisation und als Mitglied der Verkostungsjury überrascht vom hohen Niveau aller Finalteilnehmenden.
Zur Siegerehrung einen Tag nach dem Wettkochen waren Familie und Freunde, aber auch Vertretende der Kochbranche und der Sponsoren in den Kursaal Bern gekommen. In einer Grussbotschaft würdigte Bundespräsident Guy Parmelin die Leistungen der Finalteilnehmenden: «Eindrucksvoll zeigen sie auf, wie viel Können, Kreativität und Engagement in der jüngsten Generation von Köchinnen und Köchen steckt.» Philipp Dautzenberg, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Organisator Transgourmet/Prodega, betonte in seiner Begrüssung die Bedeutung des Anlasses als Karrieresprungbrett: «Für den Kochnachwuchs ist Gusto26 eine wichtige Gelegenheit, sein Können zu präsentieren und Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.»
Organisiert wird Gusto, die Schweizermeisterschaft der Kochlernenden, von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbands. Neben Schweizer Fleisch als Presenting-Partner sowie Bell, Emmi, Hügli, Kadi und Valser, die sich als Leading-Partner engagieren, steuern weitere Sponsoren wichtige Unterstützung zur Durchführung des Anlasses bei.
(Gabriel Tinguely)