Mit dem Projekt «Stanserhorn ++» wird das bestehende Gebäudeensemble mit einem modernen Holz- und Glasbau ersetzt. Die Eröffnung ist für 2030 geplant.

So soll das neue Gebäude dereinst aussehen. (Bild ZVG)
Unter dem Projektnamen «Stanserhorn ++» setzen sich Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Stanserhorn-Bahn intensiv mit der Weiterentwicklung des Bergerlebnisses auseinander. Das präsentierte Siegerprojekt zeigt einen dreistöckigen Neubau aus Holz und Glas, der sämtliche Räumlichkeiten neben der Bergstation ersetzt und modernisiert, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Die Gestaltung nimmt bewusst Bezug auf die Geschichte des Stanserhorns: Die Formensprache erinnert an das historische Hotel aus den Anfangszeiten des Tourismus – jedoch konsequent für Tages- und Eventgäste weitergedacht. Im Zentrum des Projekts stehen grosszügige, lichtdurchflutete Räume, vielseitige Gastronomieangebote und eine deutliche Steigerung des Gästekomforts. Die Terrasse soll ihre ursprüngliche Form zurückerhalten und durch zusätzliche Aussenbereiche auf allen Etagen erweitert werden.
Mehrere Lifte sowie moderne WC-Anlagen auf jeder Etage sorgen für bessere Zugänglichkeit. «Dieses Projekt wird das Erlebnis für unsere Gäste und auch die Arbeitsbedingungen für unser Team nachhaltig positiv verändern», sagt Peter Bircher, Geschäftsführer der Stanserhorn-Bahn.
Antwort auf gestiegene Gästezahl und veränderte Bedürfnisse
Die heutige Infrastruktur – bestehend aus Restaurant, Küche, Selfservice-Zone, Shop und WC-Anlagen – basiert auf vier bis fünf verschiedenen Fundamenten aus den Jahren 1893 bis 2001 und ist seit vielen Jahren unverändert. Sie werde den vielfältigen Bedürfnissen der Gäste nicht mehr vollumfänglich gerecht, wie die Verantwortlichen mitteilen. Zudem habe das Gästeaufkommen seit der Eröffnung der Cabrio-Luftseilbahn um über 60 Prozent zugenommen, was immer wieder auch zu Kapazitätsengpässen führe.
Der Neubau umfasst unter anderem ein Selbstbedienungsrestaurant für 120 Personen, ein bedientes Restaurant für 60 Personen, ein Bankettrestaurant für 150 Personen und Seminarräume für 150 Personen. Das ausgewählte Projekt entstand aus einem Studienauftrag, zu dem acht Architekturbüros eingeladen wurden. Durchsetzen konnte sich die ARGE Weitschies Krähenbühl aus Chur. «Das Projekt überzeugte die Jury durch seine architektonische und ästhetische Raffinesse, die hohe betriebliche Machbarkeit sowie die stimmige Einbettung in die alpine Umgebung,» erklärt André Britschgi, Verwaltungsratspräsident der Stanserhorn-Bahn.
Der Baustart ist – abhängig vom Bewilligungsverfahren – für 2028 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre, die Eröffnung ist für 2030 geplant. Die Investitionskosten belaufen sich auf 34 Millionen Fraken. Während der Bauzeit bleibt das Stanserhorn geöffnet, wenn auch mit reduzierten Kapazitäten von 80 bis 100 Plätzen.
(mm/agu)