Die HGU Region Bern-Nordwestschweiz traf sich am Dienstag in Solothurn zum Stammtisch und erhielt eine Führung im Inklusionshotel Roter Ochsen.
Jeden letzten Dienstag im Monat treffen sich die Mitglieder der HGU-Region Bern-Nordwestschweiz zum Stammtisch. «Wir freuen uns immer, wenn Mitglieder ihre Betriebe für einen Stammtisch vorschlagen», sagte Rolf Schöpfer bei der Begrüssung. Er kümmert sich um die Organisation der Anlässe. Im aktuellen Fall hat Alessandra Lires Vilela das Hotel Roter Ochsen in Solothurn vorgeschlagen. Lires Vilela arbeitet für die Stiftung Theresiahaus als Ausbildnerin im Bereich Hauswirtschaft/Hotellerie. Die Stiftung hat das Hotel Anfang 2025 übernommen und führt es als Inklusionsbetrieb.
20 Teilnehmende trafen sich am vergangenen Dienstag im Aufenthaltsraum des Hotels. Zuerst erfuhren sie von Daniel Dietschi etwas über die Institution Theresiahaus. «Wir bieten Inklusions-Arbeitsplätze und Lehrstellen in verschiedenen Bereichen an, darunter Küche, Restauration und Hotellerie Hauswirtschaft.» Um die Arbeit im Bereich Hotellerie-Hauswirtschaft attraktiver zu gestalten, sei die Idee aufgekommen, einen Hotelbetrieb zu übernehmen. Aktuell arbeiten im Hotel neun Mitarbeitende, eine davon eine Inklusions-Mitarbeitende. «Wir bieten im Hotel keine geschützten, aber begleitete Arbeitsplätze an. Die Aufgaben werden auf die jeweilige Person abgestimmt», so Dietschi.
Die Arbeit sei abwechlsungsreich, erzählte Geschäftsführerin Martina Roth. Vom Frühstücksdienst über Zimmerreinigung bis zu Büroarbeiten. Der «Rote Ochsen» und das Theresiahaus sind grundsätzlich separate Organisationen. Dienstleistungen wie zum Beispiel Gartenarbeiten oder den Wäscheservice kauft das Hotel regulär ein. Es gibt aber Synergien wie zum Beispiel den Kulinarik-Mittwoch. Dann serviert das Küchenteam des Theresiahaus im Frühstücksraum des Hotels ein kreatives Mittagsmenü. «Dieses ist bei den Gästen sehr beliebt und wird immer bekannter», erzählt Martina Roth. «Für die Lernenden ist es eine gute Möglichkeit, klassische Gastro-Erfahrung zu sammeln.»
Nach der Einleitung gab es eine Führung durch das Hotel. Dessen 22 Zimmer sind in verschiedenen Altstadthäusern verteilt und teilweise nur über alte, knorrige Treppen erreichbar. Das sorgt zwar für viel Charme, ist aber für die Reinigung nicht gerade einfach. Besonders beliebt ist die Ochsen-Suite, die einen einzigartigen Blick über die Dächer von Solothurn bietet. Nach dem Treppensteigen ging es für die Teilnehmenden zum grosszügigen Apéro, präsentiert von Küchenchef Marcel Kaufmann und zwei Theresiahaus-Lernenden. Die kreativ angerichteten Häppchen und ein sämiges Morchelrisotto begeisterten die Besucher, die den Abend gemütlich ausklingen liessen.
(agu)
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