Bis zum 26. April zeigt die Experience Designerin Annabelle Schneider ihre multisensorische Installation «Breathe with Pilatus».

Die atmende Stoffwolke ist ein begehbarer Raum, der zur Entschleunigung einlädt. (ZVG)
Der Winter ist auf dem Pilatus eine ruhige Zeit. «Im Sommer zählen wir bis zu 7000 Gäste täglich, im Winter sind es oft nur knapp 1000 Besucher», weiss Mediensprecher Tobias Thut. Um den Winter zu stärken, haben die Verantwortlichen der Pilatus-Bahnen AG einige besondere Erlebnisse umgesetzt. Aber weder Winterzauber, Iglubau, Feuershows und andere Angebote erzielten den gewünschten Effekt.
Das hat sich in diesem Winter geändert. Mit «Breathe with Pilatus» konnten die Pilatus-Bahnen zusätzliche Gäste ansprechen. Die Kunstinstallation befindet sich im Dragon Forum des Hotels Pilatus-Kulm. In einer sanft atmenden Stoffwolke werden die Besuchenden in ein Zusammenspiel aus Projektion, Klang und Duft gehüllt. Die visuellen Elemente verändern sich wie die Jahreszeiten und zeigen die Natur in Makro-Perspektive: tropfendes Wasser, Moos, Arvenholz, Schnee.
«Diese Wolke ist ein weicher Körper, ein schwebender Gedanke. Sie atmet mit uns – wie ein langsames Seufzen des Universums», beschreibt Annabelle Schneider ihr Projekt. Das Luzerner Kollektiv LAF hat die Klanglandschaft komponiert und das Dufthaus Luzi einen eigenen Duft kreiert.
Tobias Thut stellt fest, dass die Installation unterschiedliche Reaktionen bei den Gästen auslöst: «Manche schauen nur kurz herein, andere bleiben stundenlang.» Die begehbare Wolke ist täglich geöffnet, ausser es finden Veranstaltungen statt: «Wir haben einige Konzerte, Atemworkshops und andere Events wie ein Märli für Erwachsene in der Wolke durchgeführt, die teils zusätzliche Hotelübernachtungen generierten.» Für Thut ist die Installation eine geglückte Belebung des Berges: «Wir haben bereits entschieden, das Projekt im nächsten Winter zu wiederholen.»
(Ruth Marending)