Verstärkung für die Koch-Nati

In der Vorbereitung auf den Culinary World Cup 2026 in Luxemburg sind neue Mitglieder zur Schweizer Kochnationalmannschaft gestossen. Zwei von ihnen stellen sich vor.

Sarah-Anna Bischof und Nicolas Imholz. (ZVG)

7 FRAGEN

1 Welche Rolle nehmen Sie im Team ein?

2 Sie sind neu zur Mannschaft dazugestossen – wie erleben Sie den Teamspirit?

3 Welches ist Ihre Lieblingszutat in der Küche und wie setzen Sie diese ein?

4 Die Schweizer Kochnationalmannschaft repräsentiert Schweizer Top-Kulinarik auf internationaler Bühne. Was macht die Schweizer Küche für Sie aus?

6 Wenn Sie zuständig für die Playlist in der Küche wären, was würde laufen?

7 Aus welchen drei Zutaten zaubern Sie ein schnelles, schmackhaftes Gericht?


Sarah-Anna Bischof

Schweizer Kochnationalmannschaft

Die 20-Jährige ist Demi-chef de partie im Restaurant Banks des Grand Hotel Les Trois Rois in Basel. Zuvor war sie in derselben Position auf dem Kreuzschiff MS Europa 2 unterwegs.

1 Ich bringe Struktur, Ruhe und Präzision in die Küche. Mir ist wichtig, dass Abläufe sauber funktionieren und jeder weiss, was zu tun ist – gerade, wenn es hektisch wird. Ich arbeite gerne detailorientiert, verliere aber nie den Blick fürs Ganze. Eine gute Küche ist für mich immer Teamarbeit. Wenn alle zusammenarbeiten, entstehen die besten Gerichte.

2 Ich wurde sehr offen und herzlich aufgenommen, was mir den Einstieg extrem erleichtert hat. Beeindruckt hat mich, wie motiviert und respektvoll alle miteinander arbeiten. Trotz des hohen Niveaus herrscht eine sehr kollegiale Stimmung.

3 Die Zitrone hat die Fähigkeit, ein Gericht sofort frischer, lebendiger und ausgewogener zu machen. Ich verwende sie oft in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Abrieb für aromatische Frische oder als Saft für die Säurebalance.

4 Die Schweizer Küche steht für hochwertige regionale Produkte, Präzision und Authentizität. Sie verbindet traditionelle Gerichte und Techniken mit modernen Einflüssen und Kreativität, was sie besonders vielfältig macht.

5 Am meisten geprägt haben mich die Küchenchefs und Mentoren, mit denen ich arbeiten durfte. Von ihnen habe ich nicht nur Techniken gelernt, sondern vor allem Disziplin, Respekt vor Produkten und den Anspruch an höchste Qualität.

6 Ich würde eine Mischung aus energetischem Pop, etwas Rock und vielleicht auch ein paar Klassikern wählen. Musik gibt in der Küche oft den Rhythmus vor. Gerade während eines Service hilft sie, den Fokus und die Energie hochzuhalten. Wichtig ist, dass sie motiviert und für gute Stimmung sorgt.

7 Mit Spargel, Risottoreis und Parmesan. Ich koche den Risotto «schlotzig», brate den Spargel leicht an, damit er noch etwas Biss behält, und runde alles mit frisch geriebenem Parmesan ab. So entsteht ein elegantes, saisonales Gericht, bei dem die Produkte im Mittelpunkt stehen.


Nicolas Imholz

Schweizer Kochnationalmannschaft

Der 19-Jährige absolviert derzeit seine RS im Ausbildungszentrum Verpflegung der Schweizer Armee in Thun/BE, wo er an einem Pilotprojekt für Kochtalente teilnimmt. 2025 gewann er die Swiss Skills.

1 Im Team agiere ich im Moment als Helfer. Die Rolle des Helfers bedeutet, dass ich bei allen Trainings dabei bin, jeweils aber nicht in der Box stehe und koche. Dafür unterstütze ich die anderen Teammitglieder bei verschiedensten Aufgaben, zum Beispiel beim der Mise en place. So erhalte ich sehr viele Einblicke ins Wettbewerbsgeschehen.

2 Ich wurde gleich von Anfang an von allen bestehenden Mitgliedern super im Team aufgenommen. In den gemeinsamen Trainings herrscht immer eine topmotivierte und familiäre Atmosphäre, in welcher ich mich sehr wohlfühle.

3 Eine Lieblingszutat in dem Sinne habe ich tatsächlich nicht. Grundsätzlich liebe ich, mit verschiedenen Geschmäcken zu spielen. Meiner Meinung nach macht erst die Kombination aus verschiedenen Lebensmitteln, Geschmäcken und Texturen ein Gericht wirklich speziell.

4 Die Schweizer Küche wird meiner Meinung nach unter anderem durch die verschiedenen Sprachregionen des Landes geprägt, die sich auch in der Kulinarik auswirken. Das macht unsere Küche besonders vielseitig und führt dazu, dass sie stark mit einem Heimatgefühl verbunden ist.

5 Mein ehemaliger Trainer und Coach Marco Mehr hat mich sehr geprägt. Er war es, der mir alles rund um das Thema Kochwettbewerbe beigebracht hat. Bei jedem meiner Wettbewerbseinsätze war er an meiner Seite. Ohne ihn würde ich nicht da stehen, wo ich jetzt sein darf.

6 Mein Musikgeschmack ist sehr vielfältig, daher würden wahrscheinlich ganz unterschiedliche Stilrichtungen laufen, wenn ich der Küchen-DJ wäre. Von Rock über Pop bis zu Schlagern höre ich eigentlich fast alles gerne.

7 Wenn mir nur drei Zutaten zur Verfügung stünden, würde ich mich für Kartoffeln, Speck und Zwiebeln entscheiden. Daraus könnte ich dann eine leckere Rösti zubereiten.


Sponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation
Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional
Ausrüster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode
Partner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions
Partner der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg