Teresa Rodrigues ist die amtierende Housekeeperin des Jahres. Sie hat den Titel gewonnen, weil sie ihr Team fördert und ihm vertraut.

Die Laufbahn von Teresa Rodrigues zeigt eindrücklich, dass man dank Weiterbildung eine spannende Karriere machen kann. (Roy Matter)
Die Gouvernante im Ameron Hotel Flora in Luzern ist seit letztem Herbst «Housekeeper 2026». Den Wettbewerb richtet jeweils der Berufsverband Hotellerie-Hauswirtschaft aus. Seit ihrem Sieg ist viel passiert. Im Schweizer Fernsehen und in portugiesischen Regionalzeitungen wurde darüber berichtet. Der Sieg habe ihr Selbstvertrauen gestärkt sagt die 40-jährige Portugiesin. «Diese Auszeichnung hat mich persönlich motiviert, mein Team weiter zu fördern.» In ihrem Konzept, das sie für den Wettbewerb eingereicht hatte, zeigte sie auf, in welchen Bereichen die Förderung stattfindet. «Ich führe beispielsweise regelmässig Mitarbeiterschulungen zu den verschiedensten Themen durch.» Ausserdem lege ich den fremdsprachigen Mitarbeitenden nahe, möglichst rasch Deutsch zu lernen.
Teresa Rodrigues, Luzern
Das Erarbeiten des Konzepts für den Wettbewerb habe auch den Teamgeist gestärkt. «Wir haben gemeinsam Standards angepasst, damit wir effizienter und besser werden.» Die Althoff Hotels, zu denen die Ameron Collection gehört, führen regelmässig Gästezufriedenheitsumfragen durch. Dabei kam heraus, dass 96 Prozent der Gäste im Hotel Flora Luzern zufrieden mit der Sauberkeit sind. Teresa Rodrigues legt auch Wert auf eine zielführende Gesprächskultur mit ihren Mitarbeitenden. «In den Pausen besprechen wir, wo es Schwierigkeiten gibt, und ich biete dem Team Hilfe an.» Das führe auch dazu, dass sich die Teammitglieder gegenseitig aushelfen. Es brauche zwar viel Energie, immer wieder Lösungen zu finden. «Aber wenn es im Team funktioniert und alle selbständig arbeiten können, habe ich mehr Zeit für Organisatorisches.»
Sie arbeitet seit 20 Jahren im Ameron Hotel Flora und hat sich von der Reinigungskraft ohne Deutschkenntnisse zur Leiterin des Housekeepings hochgearbeitet. Die Vorgesetzten haben ihr Potenzial erkannt und sie gefördert. Seit zehn Jahren ist sie für 23 Mitarbeitende verantwortlich. «Ich konnte bereits zehn Teammitglieder motivieren, ebenfalls eine Weiterbildung zu absolvieren.» Auf die Frage, ob sie diesen Beruf wiederwählen würde, antwortete sie: «Auf jeden Fall. Die Welt der Hotellerie bietet jeden Tag neue Herausforderungen und macht mir viel Freude. Ausserdem ist der Beruf sehr abwechslungsreich. Langweilig wird es einem sicher nicht.»
(Daniela Oegerli)