Nach dem Erfolg an der Koch-WM in Luxemburg steuert das Luzerner Regionalteam auch an der Olympiade das Podest an.
Die Szenen, die sich im vergangenen Jahr bei der Kochweltmeisterschaft in Luxemburg abspielten, bleiben unvergesslich: Ausser sich vor Freude jubelte das Team des Cercle des Chefs de Cuisine Lucerne (CCCL) auf der Bühne – das Regionalteam gewann nicht nur Gold, sondern auch den Vize-Weltmeistertitel. «Das war ein unglaubliches Erlebnis für uns», erinnert sich Teammanager Marco Steiner. Nach diesem Erfolg war klar: Das Team wird auch an der Olympiade der Köche im Februar in der kalten Show antreten. «Nicht zuletzt dank des Feedbacks der WM-Juroren haben wir eine solide Basis, auf die wir aufbauen können», so Steiner. So weiss das Team zum Beispiel, dass es im Bereich Pâtisserie an der Genauigkeit des Gewichts arbeiten muss und die Friandises aufwendiger präsentieren muss. «Am Ende ist das Juryurteil aber auch immer Geschmackssache – darum braucht es ein Quäntchen Glück, um es aufs Podest zu schaffen», so Marco Steiner.
Das Motto des Luzerner Ausstellungstischs lautet «From the Valley up to the Mountains» – vom Tal hinauf in die Berge – und wird komplett mit Schweizer Produkten umgesetzt. «Unser Ziel ist es, dass jedes Gericht eine Geschichte erzählt und zwar vom Produkt bis zu den Anrichteplatten.» Im Fokus steht ein Hauptprodukt wie zum Beispiel Rindfleisch. Alle weiteren Komponenten erzählen die Geschichten rund um das Produkt: Wo lebt das Tier, was frisst es? und so weiter. Auch die Platten wurden entsprechend gestaltet und widerspiegeln sowohl bei den Hauptgerichten wie auch beim Fingerfood und den Friandises das Hauptprodukt. «Man soll bei unserem Tisch verstehen, worum es geht, ohne die Beschriftungen lesen zu müssen», erklärt der Teammanager.
Nicht zuletzt dank des Erfolgs in Luxemburg tritt das CCCL-Team in fast der gleichen Besetzung in Stuttgart an. Einzig Pâtisserie-Chefin Carina Fuchs ist neu zum Team gestossen. «Diese Konstanz ist für uns von Vorteil, da wir so auf die Erfahrungen aus Luxemburg zurückgreifen können», sagt Marco Steiner. Insgesamt sieben Testläufe wird man bis zur Olympiade gemeinsam absolviert haben. Immer mit dabei ist der erfahrene Koch-Trainer und Juror Rasmus Springbrunn, der dem Team wertvolle Tipps mit auf den Weg gibt. Er zeigt sich beeindruckt von der Leistung der Luzerner: «Das Team ist hochmotiviert und hat einen herausragenden Teamgeist. Die Equipe reflektiert ihre Arbeit konstant und geht die so genannte Extrameile.» Springbrunn ist überzeugt: «Wenn das Team so weiter trainiert und die noch nötigen Detail-Anpassungen macht, wird es an der Olympiade ganz vorne mitspielen.»
Nach der intensiven Vorbereitungszeit sind die Ansprüche des Luzerner Regionalteams an sich selbst hoch. «Mit dem Aufwand, den wir betrieben haben, muss unser Ziel erneut ein Podestplatz sein», sagt Marco Steiner. Und fügt lachend hinzu: «Zudem wäre es toll, wenn wir das Stockholmer Team endlich einmal schlagen könnten.»
(Angela Hüppi)
Marco Steiner (Teammanager), Küchenchef, Gasthaus Thorenberg, Luzern; Marco Viceré (Teamcaptain), Küchenchef, Senevita Pilatusblick, Ebikon/LU; Carina Fuchs (Pâtisserie), Chef pâtissière, Park Hotel Vitznau/LU; Sandro Kalkhi Sous-chef, Betagtenzentrum Emmenfeld, Emmen/LU; Raphael Frei Sous-chef, Delicatessa Globus Bahnhofstrasse, Zürich; Alex Limbach Demi-Sous-chef, Restaurant Krone, Regensberg/ZH
Die Helfer
Jonas Schrag, Ladina Lüthi, Nicole Lüthi, Marcel Müller, Bernhard Hergert, Karin Steiner, Angela Arnold, Lukas Hess