Mutig, anders – und erfolgreich

Wer sich von der Masse abheben kann, hat oft Erfolg. Wie das geht, zeigte der Zentralschweizer Tourismustag auf.

Im Motel One Zürich ist die Bar gleichzeitig auch Réception und Lounge. (ZVG)

Irgendwie anders waren sie, die Referenten des Zentralschweizer Tourismustags. Das hatte seinen guten Grund: Unter dem Titel «Irgendwie anders – Erfolg dank Differenzierung» luden die Hochschule Luzern, Luzern Tourismus und die Schweizerische Hotelfachschule Luzern SHL zu einem Get-together, das den Horizont der Teilnehmer erweitern sollte. «Vielleicht bringen die vorgestellten Konzepte Sie dazu, Ihre eigene Geschäftsidee zu hinterfragen und Neues zu wagen», sagte Timo Albiez, stellvertretender SHL-Direktor, in seiner Begrüssung. Einen etwas anderen Lebenslauf hat etwa Globetrotter-CEO André Lüthi. Er wurde Bäcker, um Zeit für den Sport zu haben. Als er die Olympia-Qualifikation verpasste, reiste er in die USA und erkannte, welche Lebensschule das Reisen ist. Heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht – äusserst erfolgreich. «Uns weht ein kühler Wind entgegen», räumte er ein. Daher heisse es nun, die Digitalisierung zu nutzen und mit traditionellen Werten zu verknüpfen. Globetrotter versuche, den Kunden das zu bieten, was das Internet nicht könne. Beispielsweise Reisen mit Nahostexperte Ulrich Tilgner: «Im Fokus stehen Menschen, Emotionen und Erlebnisse.»

Irgendwie anders ist auch Jasmin Feierabend, Inhaberin von Happy Souls. Das Unternehmen ist mit Street Food an Festivals und als Caterer unterwegs und wurde durch den teuersten Hotdog der Welt bekannt. Im November eröffnet sie ihr erstes Restaurant in Zürich. Jasmin Feierabend fällt durch extravagante Kleidung auf und singt ihren eigenen Hotdog-Song. «Wenn die Leute mich anstarren, frage ich mich schon, ob das wirklich sein muss. Aber für die Gäste gehe ich immer die Extrameile.»

Urs Vogel, Hotel Manager von Motel One Zürich, erklärte die Erfolgsstrategie von Motel One: hohe Qualität zu einem attraktiven Preis an einer Toplage. Ab rund 170 Franken pro Nacht erhalten die Gäste im Motel One Zürich etwa Designermöbel und Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle – dafür kein Telefon und keine Minibar. «Wir konzentrieren uns auf das Essentielle – das machen wir dafür richtig gut.»

(Angela Hüppi)