Eine Flugzeugkabine, zwischen sechs und zwölf Reinigungsmitarbeitende und 50 Minuten Zeit. Da muss jeder Handgriff sitzen.
Die Schweizer Meisterin der Hotellerie-Hauswirtschaft 2018 Aicha Sebai arbeitet nicht mehr am Boden, sondern als Flugbegleiterin über den Wolken. Uns schildert sie die effiziente Arbeitsweise der Reinigungscrew.
Bei jedem Turnaround, so wird die Phase zwischen Ankunft und Abflug einer Maschine genannt, wird das Flugzeug von innen gereinigt. Sobald also der letzte Passagier die Kabine verlassen hat, übernimmt die Reinigungscrew die Maschine. Sie sorgt dafür, dass das Flugzeug für die nächsten Reisenden hygienisch sauber ist. Je nach Aussenstation und Grösse des Flugzeugs variiert die Anzahl Reinigungskräfte zwischen sechs und zwölf Mitarbeitenden. Im Heimatflughafen Zürich sind sogar zwölf Fachkräfte im Einsatz, da das Kabinenpersonal nicht mithelfen darf.
Ein Zeitfenster von 50 Minuten ist eine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass nebst der Reinigung auch die Vorbereitungsarbeiten der Crew sowie das Boarding der Passagiere mit eingeschlossen sind. Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, wird jedem Reinigungsmitarbeitenden ein Aufgabenbereich zugeteilt. So ist der eine für die Abfallentsorgung und die Toilettenreinigung zuständig, während ein anderer den Boden reinigt. Die restlichen Mitarbeitenden kümmern sich um Sitze, Klapptischchen und andere Ablageflächen. Auch die Crew-Mitglieder helfen und sortieren Magazine und Broschüren in der Sitztasche oder sorgen für frische Kissen in der Business Class.
(Aicha Sebai/Andrea Decker)