Am Mediengespräch 2026 erklärte Schweiz Tourismus CEO Martin Nydegger, dass nicht hohe Frequenzen, sondern bessere Auslastung das angestrebte Ziel sind.

Zürich, hier das Opernhaus, war 2025 die meistbesuchte Destination der Schweiz. (Schweiz Tourismus)
«2025 war ein erfreuliches Tourismusjahr», sagt Martin Nydegger. Die Logiernächte stiegen um 2,6 Prozent auf 43,9 Millionen. Dies auch dank der Events Eurovision Song Contest und UEFA Women’s Euro. Fast die Hälfte aller Logiernächte entfielen auf inländische Gäste. Besonders beliebt waren bei ihnen Aufenthalte in Städten (+ 1,4 %).
Zugenommen haben auch die Logiernächte der Gäste aus Europa (+ 3,9 %), den USA (+ 5 %), Brasilien (+ 6,6 %) und Kanada (+ 9 %). Die Schweiz profitiert davon, dass viele Kanadier derzeit ihre Ferien nicht mehr in den US-amerikanischen Skiresorts verbringen aufmöchten, und bei den Brasilianern davon, dass deren grosse Ferien auf den Januar fallen. Trotz der positiven Tourismusentwicklung bleibt das Landesmarketing wichtig. Bundesbeiträge dürften daher nicht massiv gekürzt werden, findet Martin von Moos. Der Präsident von Hotelleriesuisse zeigte in seiner Rede auf, dass Logiernächterekorde nicht gleich auch Gewinnrekorde bedeuten und dass nicht alle Hotelkategorien und -standorte bei den Logiernächten zulegten.
In der Schweizer Hotellerie beträgt die Belegung übers Jahr im Schnitt 51 Prozent. Damit ein Hotel rentabel sei, müsse dieser Wert jedoch bei über 60 Prozent liegen. Nydegger und von Moos sind sich einig: Um die Auslastung übers Jahr zu verbessern, müssen die Gästeströme besser gesteuert werden. Zum Beispiel, indem Reisende mit speziellen Angeboten wie der Culinary Grand Tour of Switzerland ermuntert werden, in der Nebensaison die weniger bekannten Regionen des Landes zu entdecken. Das geht aber nur, wenn Hotels ihre Saison verlängern und neue Angebote schaffen.
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