Der «Seeblick» ist in Etappen renoviert worden. Für die letzte war eine Schliessung nötig.
Gut sechs Wochen war das Kurhaus Seeblick geschlossen. «Die Schliessung war nötig, weil die zweite Renovationsetappe den unteren Gebäudebereich inklusive Lobby betraf», sagt Direktor Edi Kurmann. Zwar war die Küche nicht betroffen, da sie bereits vor fünf Jahren erneuert worden war. Dennoch konnten keine Gäste beherbergt werden. Das Haupthaus ist aus den 1960er-Jahren, der Anbau aus den 1980ern. «Besonders im Haupthaus waren die Renovationsarbeiten gross», so Kurmann. Denkt er an die Nasszellen zurück, huscht ein Schmunzeln über sein Gesicht. «Die Bäder waren mit gelben Plättli ausgekleidet. Das war damals modern.»
Heute präsentieren sich alle Bäder in einem anderen Licht. Die gelben Kacheln sind graufarbenen Fliesen gewichen, die Badewannen durch begehbare Duschen ersetzt worden. «Alle unsere Zimmer sind nun rollstuhlgängig», ergänzt Edi Kurmann. Für das Haus eine wichtige Ergänzung, ist es doch nicht nur ein Hotel, sondern auch Aufenthaltsort für maximal fünf Langzeitpflegepatienten.
Gerade diese Doppelfunktion hat Edi Kurmann dazu bewogen, nicht nur das Haus komplett zu erneuern, sondern auch die betrieblichen Strukturen. «Die Anforderungen der verschiedenen Ämter waren gross. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, die ISO-Zertifizierung 9001 : 2015 zu erlangen.» Diese ist ein weltweit anerkannter Standard, der die Anforderungen an ein wirksames Qualitätsmanagement in einem Unternehmen definiert. Im letzten Herbst hat das Kurhaus diese erhalten.
(Ruth Marending)