Der Cercle des Chefs de Cuisine Lucerne und die Culinary Creators peilen am Culinary World Cup Ende November in Luxemburg Spitzenresultate an: Die Luzerner wollen ihren Titel verteidigen, die Ostschweizer zurück aufs Podest.
«Stand heute laufen die Vorbereitungen auf die WM besser als vor zwei Jahren auf die Koch-Olympiade», sagt Alex Limbach, Teamcaptain der Luzerner Cercle-Equipe. Der Ausstellungstisch sei zu rund 80 Prozent aufgebaut, bei den Gerichten brauche es nur noch Feinschliff. Auch Urs Koller, Captain der Culinary Creators, zieht eine positive Zwischenbilanz: «Wir sind heute deutlich eingespielter und profitieren von den Erfahrungen der letzten internationalen Wettbewerbe.»
Die Ostschweizer reisen in fast unveränderter Besetzung nach Luxemburg – einzig Célina Friedrich ist neu als Pâtissière dabei. Beim Luzerner Team sind Michèle Bucher, Milos Joksimovic und Pamela Muff neu im Kernteam; Giovanni Cucinotta und Janett Kwarteng haben sich verabschiedet, Josi Pisoni steht als Helfer auf Abruf bereit.
Kurzzeitig mussten beide Teams umdenken. Eigentlich war für die WM ein neues, warmes Programm geplant – doch Veranstalter Vatel-Club Luxembourg kehrte kurzfristig zum klassischen, kalten Ausstellungskonzept zurück. «Das war enttäuschend», sagt Koller. Limbach spricht von einem Rückschritt.
Die Anpassung ist inzwischen verarbeitet. Die Luzerner setzen mit «Swiss Alpine Cuisine» konsequent auf Regionalität: Verarbeitet werden ausschliesslich Produkte, die auf über 500 Metern über Meer entstehen oder zubereitet werden. Auch die Culinary Creators bleiben ihrer Linie treu. Ihr Motto: «Unser Moment, unsere Leidenschaft, unsere Schweiz» – mit Gerichten, die Natur und Gewässer ins Zentrum stellen.
Bis zur WM stehen weitere Probeläufe an. Sieben bei den Luzernern, fünf bei den Ostschweizern. Auch logistisch ist alles bereit: Während die Luzerner mit Unterstützung eines Sponsors reisen, organisiert sich das Ostschweizer Team selbst.
Beide Equipen gehören an der WM zu den Favoriten. Luzern tritt als Titelverteidiger an. Die Culinary Creators haben nach Bronze vor vier Jahren noch eine Rechnung offen: An der letzten Olympiade verpassten sie das Podest um 0,024 Punkte. «Das war bitter», sagt Koller. «Das soll uns diesmal nicht mehr passieren.»
(Jörg Ruppelt)