Beim Swiss Culinary Cup gab es dieses Jahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende holte der 25-jährige Dominik Altorfer vom Landgasthaus Leuen in Uitikon-Waldegg/ZH den Sieg mit seinem Menü zum Thema «Roots».
Leicht war es für die Jury rund um Jurypräsident Werner Schuhmacher beim diesjährigen Swiss Culinary Cup (SCC), dem Kochwettbewerb des Schweizer Kochverbands, nicht. «Das Niveau war dieses Jahr sehr ausgeglichen. Alle Finalisten hatten ihre Höhen und Tiefen, so wurde es am Ende sehr spannend», so Schuhmacher, der dieses Jahr nach elf Jahren als Jurypräsident abtritt. Sieger Dominik Altorfer zeigte sich denn auch überwältigt: «Mir gehen tausend Sachen durch den Kopf, und trotzdem weiss ich gerade nicht, was ich sagen soll.»
Der 25-Jährige ist derzeit als Küchenchef im Landgasthaus Leuen in Uitikon-Waldegg/ZH tätig. Er hat bereits als Lernender erfolgreich an Kochwettbewerben teilgenommen und wagte sich nun am SCC erneut auf die Wettbewerbsbühne. Zum Thema Roots präsentierte er das folgende Menü: Als Amuse Bouche Knuspermilke auf Blumenkohlpüree mit Apfeljus und Säntistrüffel. Zur Hauptspeise rosa gebratenes Kalbsfilet mit Wiesenkräutern von Urnäsch, geschmorte Kalbsbacke mit Jus, Wurzelgemüse und in Nussbutter gerösteter Blumenkohl. Zum Dessert schliesslich gab es geräuchtertes Mascarpone-Chantilly mit gepickelten Randen, Randencrumbel und Dillgranite auf Dillöl. Das Dessert war sein persönlicher Lieblingsteller: «Es ist eine mutige Kombi aus Randen und Dill, dazu das Öl zur Mascarpone – sowas sieht man nicht überall.» Ein Risiko, das sich gelohnt hat.
Hinter Altorfer positionierten sich die weiteren Finalisten wie folgt: Auf den zweiten Platz kochte sich Nathali Hänni-Stupf, Küchenchefin von Senevita in Burgdorf/BE. Sie konnte ihren zweiten Platz kaum fassen, da sie sich aufgrund einer Schnittverletzung schon aus dem Rennen ums Podest sah. Den dritten Platz belegt David Richards, Küchenchef im Restaurant Koi Gartenteich in Häusernmoos im Emmental/BE, der sich diesen Platz nach 2017 bereits zum zweiten Mal holt. Den vierten Platz teilen sich Christian Bosco, Sous-chef der Osteria Enoteca Cuntitt in Castel San Pietro/TI und Patrick Adam, stellvertretender Küchenchef und Berufsbildner in der Clienia Schlössli AG in Oetwil am See/ZH.
Zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten hatten die Finalisten Zeit, um den Amuse-Bouche-Teller, das Hauptgericht und die Süssspeise in der Berufsfachschule Baden BBB zuzubereiten und zu schicken. Ihre Arbeit in der Küche sowie die Speisen wurden von der erfahrenen Jury rund um Jurypräsident Werner Schuhmacher bewertet: Käthi Fässler, Niklas Schneider, Doris Vögeli, Frank Widmann, Noémie Bernard, Stefan Beer, Patrick Mahler, Marco Mehr, Sebastian Titz und Dave Wälti.
(Angela Hüppi)