Am Samstag, 8. August, findet in Zürich zum 33. Mal die Street Parade statt. Dafür braucht es ein Abfallkonzept.

Die Street Parade lädt jedes Jahr Anfang August in Zürich zum Abtanzen ein. (Keystone-SDA)
Die Street Parade und die Zürcher Technokultur gehören seit 2017 zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe der Schweiz. Auch dieses Jahr werden rund 30 Love Mobiles erwartet: bunt dekorierte Trucks, bestückt mit grossen Musikanlagen, DJs und Partyvolk, die im Schritttempo rund ums Seebecken tuckern. Hunderttausend Tanzbegeisterte bewegen sich zur Musik.
Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Grossanlass jede Menge Abfall verursacht. «Die jährlichen Abfallentsorgungskosten belaufen sich zwischenzeitlich auf rund 250 000 Franken», weiss Carlo Blättler, der seit zehn Jahren für die Abfallbewirtschaftung an der Street Parade zuständig ist. Bei den Zufahrtswegen stehen Container für PET, Alu und Restmüll. «In den Bereichen, wo eine grosse Dichte an Besuchenden herrscht, haben wir aus Sicherheits- und Logistikgründen gemischte Behälter und lassen diesen Abfall durch eine spezialisierte Firma sortieren», so Blättler. Auch Abfall, der am Boden liegt, wird gesammelt und im Nachhinein sortiert. Zudem seien tagsüber freiwillige Reinigungsteams unterwegs, die Glas und Alu vom Boden aufsammeln und die Container leeren. Insgesamt stehen 588 Behälter mit einem Fassungsvermögen von 140 Litern bereit.
Dass das Littering, welches jedes Festival begleitet, künftig kleiner sein könnte, ist neuen Verordnungen zu verdanken, die der Bund per 1. August in Kraft gesetzt hat. Damit soll schweizweit Littering bekämpft werden. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sollen gebüsst und Take-away-Geschirr stark eingeschränkt werden. Carlo Blättler sagt dazu: «Dies ist ein komplexes Thema. Die Street Parade unternimmt viel, hat in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle übernommen und auch bereits viele Pilotprojekte getestet.» Momentan wäre man aber bereits froh, wenn illegale Verkäufe via Detailhandel konsequenter geahndet würden. «Wir verlangen keinen Eintritt, die Kosten für die Reinigung trägt der Verein Street Parade, der sich über den Getränkeverkauf an den offiziellen Ständen finanziert. Deshalb wäre es schön, wenn die Teilnehmenden ihre Getränke bei uns kaufen», so Carlo Blättler.
(Ruth Marending)