Trotz kreativem Motto steht das Handwerk an erster Stelle

Tanja von Ah und Angelina Hintermann haben sich als «Arts of TanAngi» für das Brot-Chef-Finale qualifiziert. Sie ergänzen sich nicht nur fachlich perfekt.

Unterschiedliche Lehrjahre und Fachrichtungen stehen ihrem Teamwork nicht im Weg, im Gegenteil: Angelina Hintermann und Tanja von Ah lernen voneinander und bringen als «Arts of TanAngi» ihre jeweiligen Stärken ein. (Lukas Bidinger)

Angelina und Tanja, was war Ihr erster Gedanke, als Sie vom Brot-Chef-Finaleinzug erfahren haben?

ANGELINA: Ich war total überrascht und konnte es zunächst kaum glauben. Gleichzeitig habe ich mich riesig gefreut und war gespannt darauf, was nun auf uns zukommt.

TANJA: Mir ging es ähnlich: Ich war im ersten Moment sprachlos. Die Vorfreude auf das Finale war aber von Anfang an riesengross und ist es immer noch.

Angelina, Sie sind im dritten Lehrjahr, Tanja im zweiten. Wie profitieren Sie von diesem Erfahrungsunterschied?

ANGELINA: Wir können viel voneinander lernen. Ich helfe Tanja bei Arbeiten, mit denen ich bereits mehr Erfahrung habe. Sie wiederum bringt spannende neue Ideen ein. So ergänzen wir uns sehr gut.


«Ein Siegerprodukt muss optisch und geschmacklich überzeugen.»

Angelina Hintermann, Finalistin


Das Motto «Zirkus» lädt zu Kreativität ein. Wie verhindern Sie, dass Handwerk und Geschmack untergehen?

TANJA: Wir haben zuerst überlegt, wie unser Produkt aussehen soll. Danach haben wir verschiedene Geschmäcke ausprobiert und geschaut, was gut zusammenpasst. Uns war wichtig, dass es nicht nur nach Zirkus aussieht, sondern auch gut schmeckt und handwerklich sauber umgesetzt ist.

Angelina, was macht für Sie ein Siegerprodukt aus?

ANGELINA: Es muss geschmacklich überzeugen und optisch etwas Besonderes sein. Gefragt sind Kreativität und eine saubere Umsetzung. Am Ende muss das Gesamtpaket stimmen.

Wo wagen Sie etwas Neues, und wo setzen Sie bewusst auf Bewährtes?

ANGELINA: Bei den Produkten und Geschmackskombinationen sind wir gerne mutig und probieren Neues aus. Was die Technik angeht, verlassen wir uns lieber auf das, was wir sicher beherrschen. Schliesslich müssen wir unsere Ideen am Finaltag auch unter Zeitdruck und vor Publikum präzise umsetzen können.

Herausfordernde Situationen während der Vorbereitungen gehören dazu. Wie gehen Sie damit um?

TANJA: In hektischen Momenten beim Üben versuche ich, ruhig zu bleiben und die anstehenden Aufgaben einfach Schritt für Schritt abzuarbeiten.

ANGELINA: Wir merken immer wieder, dass wir die vielen Arbeitsschritte sinnvoll planen müssen – und das ist anspruchsvoll. Die Herausforderung ist: Wir müssen rechtzeitig fertig werden und trotzdem genau arbeiten.

Tanja, wie unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber, die Christen Beck AG in Buochs/NW?

TANJA: Unser Betrieb ist uns eine grosse Stütze. Besonders unser Lehrlingsausbildner Peppi Badolato und Konditoreichefin Janine Wicki, die uns beim Schaustück begleitet, nehmen sich Zeit für unsere Fragen. Sie geben uns ehrliche Rückmeldungen und wertvolle Tipps. Zudem dürfen wir die Backstube nutzen, um unsere Kreationen zu üben.


«In hektischen Situationen versuche ich, ruhig zu bleiben.»

Tanja von Ah, Finalistin


Warum haben Sie das Zeug dazu, den Lernendenwettbewerb Brot-Chef zu gewinnen?

ANGELINA: Weil wir uns als Team sehr gut ergänzen und beide unsere Stärken einbringen. Wir haben viel Zeit und Herzblut in unsere Produkte investiert und wollen im Finale zeigen, was wir fachlich draufhaben.

TANJA: Das Zusammenspiel von Aussehen und Geschmack wird ausschlaggebend sein. Wir hoffen, dass wir die Jury in beiden Bereichen überzeugen können und am Finaltag alles so gelingt, wie wir es uns vorstellen.

(Andrea Decker)


Mehr Informationen unter:

brot-chef.ch


Zu den Personen

«Arts of TanAngi» Angelina Hintermann absolviert zum Zeitpunkt des Wettbewerbs bei der Christen Beck AG in Buochs/NW das dritte Lehrjahr als Bäckerin-Konditorin EFZ. Ihre Teamkollegin Tanja von Ah ist im zweiten Lehrjahr als Konditorin-Confiseurin EFZ. Gemeinsam treten sie als «Arts of TanAngi» an.

Das Finale Der Brot-Chef wird vom Berufsverband Bäckerei & Confiserie organisiert. Die elfte Ausgabe steht unter dem Motto «Zirkus». Am 17. Oktober treten drei Zweierteams in der Berufsschule Aarau vor Publikum gegeneinander an.