Beim ersten nationalen Kochwettbewerb «Kids ab an den Herd» präsentierten die jungen Teilnehmenden eigens kreierte Pastagerichte einer hochkarätigen Jury.
Beim Finale in der Ostschweizer Gastronomiefachschule traten drei Kinder mit ihren selbst entwickelten Pastagerichten an. Eine Online-Jury hatte die Rezeptideen zuvor für das Wettkochen ausgewählt. Die jungen Teilnehmenden kochten ihre Gerichte mit Unterstützung einer erwachsenen Begleitperson und präsentierten die fertigen Teller anschliessend einer Fachjury aus Gastronomie und Lebensmittelbranche.
Mit Lieblingszutaten gekocht
Den ersten Platz belegte Even Schuler. Für sein Pastagericht setzte er auf Zutaten, die er selbst besonders gerne mag: Zitronenrahmsauce, Ofenrüebli und gefülltes Poulet. Das Gericht hatte er vor dem Wettbewerb zu Hause geübt. «Mit den Nudeln, Tomaten und Rüebli ging es ganz einfach. Schwieriger war es, das Poulet richtig hinzubekommen», erzählt Even.
Als Hauptpreis erhält er zwei Übernachtungen im Märchenhotel Braunwald für zwei Erwachsene und zwei Kinder inklusive Halbpension im Familienzimmer. Mitnehmen möchte er seine ganze Familie. Platz zwei erreichte Levi Schiess, Platz drei Lilith Meister.
Kreativ und mutig
Die Fachjury bewertete unter anderem Geschmack, Präsentation und Kreativität der Gerichte. Jurymitglied Philipp Schneider von der Krone Mosnang zeigte sich besonders von der Begeisterung beim Kochen beeindruckt. «Mega leidenschaftlich» habe er die Kinder bei der Arbeit erlebt. Ihre Freude sei deutlich zu spüren gewesen. Bei den Gerichten gefiel ihm besonders der Mut, über Bekanntes hinauszugehen und kreative Kombinationen auszuprobieren.
Auch daheim gute Teams
Das Zusammenspiel zwischen den Kindern und ihren erwachsenen Begleitpersonen hob Jurymitglied Michael Lüscher, Co-Präsident von Slow Food Ostschweiz, hervor. Bei den einzelnen Teams habe man erahnen können, dass Kind und Begleitperson auch zu Hause gemeinsam kochen. Diese Erfahrung hätten sie beim Wettbewerb in die professionelle Küche mitgenommen.
Auch Rolf Caviezel, Initiator des Wettbewerbs, zieht eine positive Bilanz. Besonders gefreut haben ihn die Arbeit der Teams und die begeisterten Reaktionen der Kinder und Familien. «Gewinner sind für mich alle», sagt Caviezel. Schliesslich hätten alle die Herausforderung gemeistert, live zu kochen und ihre Gerichte einer namhaften Jury zu präsentieren. Für ihn steht nach der Premiere fest, dass der Wettbewerb weitergeführt wird.
(mm/agu)