Hierzulande entstehen immer mehr Rooftops. Doch wie schützt man Gäste und Mitarbeitende vor Wetterkapriolen?

Die Bar 1838 im «Mandarin Savoy» bietet eine einmalige Aussicht. (ZVG)
Das Hotel Schweizerhof Bern & Spa eröffnete 2012 auf dem Dach die Sky Terrace. Dort sorgen Sonnensegel für Schatten. Es gibt keinen überdachten Bereich. Das ist gemäss Auskunft der Medienstelle kein Problem, denn: «Die Terrasse wird grundsätzlich nur bei stabiler Wetterlage geöffnet.»
Über eine andere Erfahrung berichtet das Hotel Mandarin Savoy in Zürich. Als ältestes Grand Hotel Zürichs schrieb das Haus als Hotel Baur bereits bei seiner Eröffnung im Jahr 1838 Geschichte, weil es über eine Dachterrasse verfügte. Heute trägt die Ende 2023 wiedereröffnete Rooftop-Bar das Gründungsjahr im Namen. Die Bar, 30 Meter über dem Boden, ist nicht überdacht. Zudem gibt es in der Umgebung keine hohen Gebäude. «Dadurch kann es sehr windig werden», sagt Christoph Hauser, Assistant F&B Administration Manager. Wegen baulicher Beschränkungen ist es nicht möglich, einen Windschutz zu installieren. «Wir haben das Bestmögliche mit einer hohen Reling und Begrünung gemacht.»
Christoph Hauser, F & B Adminstration Manager
Durch die Nähe zum See kann das Wetter schnell umschlagen. «Bisher konnte das Team gut auf die veränderte Wetterlage reagieren. Das Schlimmste, was wir zu beklagen hatten, waren eine kaputte Tischplatte und ein geknickter Schirm.» Darauf installierte das Hotel stabilere Schirme und verankerte diese stärker. Tische mit Metallplatten wurden gekauft und ein Wind-Messgerät installiert. Dieses sendet ab einer gewissen Stärke einen Alarm auf die Mobilgeräte der Mitarbeitenden. Bei zu starkem Wind schliessen diese die Schirme.
(Ruth Marending)