Neben dem Eidgenössischen in Basel, gibt es in Chur einen zweiten Grossanlass.

Das Eidgenössische Jodlerfest findet alle drei Jahre statt. (Keystone-SDA)
Mit dem 32. Eidgenössischen Jodlerfest rückt für Basel eines der traditionsreichsten Feste der Schweiz näher. Erwartet werden 12 000 Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger sowie rund 200 000 Gäste. Letizia Elia, Direktorin von Basel Tourismus, sagt: «Dieser Anlass ist für Basel eine grosse Chance, sich einem Publikum zu zeigen, das unsere Stadt nicht als Erstes mit gelebtem Brauchtum und Volkskultur verbindet.» Gleichzeitig sei der Anlass in Basel sehr gut aufgehoben: «Unsere Stadt lebt Kultur in vielen Formen – von der Fasnacht über die Museen bis zur Architektur. Sie ist geprägt von Offenheit, Begegnungen und Gastfreundschaft», so Elia.
Das Jodlerfest findet primär in der Altstadt auf der Grossbasler Seite statt. Die über 1000 Bewertungsvorträge der Aktiven vor einer Fachjury finden in zehn Kirchen und Konzertsälen statt. Damit dieser Anlass gebührend gefeiert werden kann, dürfen Restaurationsbetriebe mit Bewilligung sowie Vereins- und Klubwirtschaften im Innen- und Aussenbereich von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag durchgehend offen sein. Die Organisatoren des Anlasses rechnen mit einer regionalen Wertschöpfung von 15 bis 20 Millionen. Die Einnahmen fliessen direkt in die Gastronomie, Hotellerie sowie den Detailhandel.
In Chur und Umgebung ist noch bis Sonntag, 5. Juli, einer der grössten Schweizer Sportanlässe im Gang: das Eidgenössische Schützenfest. Als Hauptschiessstand und Festzentrum dient die Schiessanlage auf dem Churer Rossboden. Zusätzlich sind etwa 20 Schiessanlagen aus Bündner Regionen eingebunden. «Das dezentrale Durchführen des ESF 2026 hat den Vorteil, dass keine temporären Scheiben zugemietet und Bauten erstellt werden müssen», schreibt das OK. Obwohl keine offiziellen Zahlen vorliegen, generiert der Anlass eine Wertschöpfung in Millionenhöhe und sorgt mit 90 000 Besuchern für ein Nebensaison-Hoch im Gastgewerbe.
(Ruth Marending)