Die teuerste Weiterbildung

Früher mussten junge Menschen, die einen Beruf erlernen wollten, ihrem Ausbildner das sogenannte Lehrgeld bezahlen. Noch heute ist Wissen ein wertvolles Gut und eine lohnende Investition.

John F. Kennedy, 35. Präsident der USA, sagte einmal: «Bildung ist die beste Investition, die wir in die Zukunft unserer Kinder machen können.» Die Aussage ist noch immer aktuell, sollte aber auch auf Erwachsene ausgedehnt werden.

Die Lernwilligen im Gastgewerbe haben den grossen Vorteil, dass viele Weiterbildungsangebote durch den Bund und den Landes-Gesamtarbeitsvertrag stark subventioniert werden. Das bedeutet unter anderem, dass Gastgewerbler eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen zu einem reduzierten Preis absolvieren können. So bezahlt jemand, der beispielsweise die Höhere Fachprüfung Küchenchef/ Küchenchefin, Leiter/Leiterin Restauration oder Hotellerie-Hauswirtschaft machen möchte lediglich 6816 Franken statt der 13 060 Franken, die der Lehrgang eigentlich kostet.

Zurzeit werden über 30 gastgewerbliche Lehrgänge durch den L-GAV subventioniert. Die Palette reicht vom berufsspezifischen Sprachkurs über fachliche Basiskurse und Weiterbildungslehrgänge bis zum Nachdiplomstudium. Als Investition in die Zukunft darf auch der Besuch einer Schweizer Hotelfachschule bezeichnet werden.

Wissen und Kontakte sammeln

Die EHL Hospitality Business School, früher École hôtelière de Lausanne/VD, wurde 1893 als Erste gegründet. Sie ist die älteste Hotelfachschule der Welt und soll gemäss Online-Recherche auch die teuerste sein. Die Gesamtkosten für das vierjährige Studium «Bachelor of Science in International Hospitality Management» betragen für internationale Studierende etwa 170 000 Franken. Einer anderen Quelle nach ist das Glion Institute of Higher Education in Glion/VD noch teurer. Die Studiengebühren für die Lehrgänge «Bachelor of Science in International Hospitality Business» oder «Bachelor of Science in Luxury Business» belaufen sich auf 196 900 Franken. Hinzu kommen noch Lebenshaltungskosten von etwa 35 000 Franken.

Die Bildungsstätten sind nicht nur die teuersten, sondern auch die besten Hotelfachschulen der Welt. Das finden jedenfalls die britischen Bildungsanalysten von QS Quacquarelli Symonds. Sie veröffentlichen seit 2004 regelmässig das international bekannteste und meistgenutzte Hochschulranking. Im «QS World University Ranking» wurde die EHL bereits mehrfach – 2026 das vierte Jahr in Folge – als weltweit beste Hochschule für Hotel- und Freizeitmanagement ausgezeichnet. Glion belegt den dritten Platz.

Gerade ausländische Eltern sehen das Bezahlen des hohen Schulgeldes als Investition in die Zukunft ihrer Kinder. Diese erwerben nämlich nicht nur Wissen und Renommee, sondern knüpfen an diesen Bildungsinstitutionen auch wichtige Kontakte für ihre Karriere. Und die sind bekanntlich unbezahlbar.

(Riccarda Frei)


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topuniversities.com
ehl.ch
 

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