Architektin schafft gastronomische Wohlfühloasen

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. In Basel gibt es gleich mehrere Beispiele, bei denen nachhaltige Gastroprojekte entstanden sind.

Barbara Buser vor ihrem Werk: der Markthalle Basel, wo zahlreiche Start-ups ihren Gastrostart gefunden haben. (ZVG)

Ein Beispiel ist die Markthalle Basel. Diese wurde 1929 als Engros-Markt eröffnet und war über Jahrzehnte in Betrieb. Nach der Schliessung 2004 wurde die Halle mit verschiedenen Projekten zwischengenutzt, bis sie 2013 von der Markthallen AG Basel einer definitiven Nutzung zugeführt wurde. Deren Ziel war es, die historische Halle als öffentlicher Handelsplatz, Kulturort und Treffpunkt der Bevölkerung zugänglich zu machen. Heute betreiben 37 Gastronomen aus aller Welt hier einen Stand.

Barbara Buser verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit der Umwelt stehen. Erstmals gezeigt hat sie das im Gundeldinger Feld. Kein einziges Gebäude der alten Maschinenfabrik von Sulzer-Burckhardt hat sie abgerissen. Ursprünglich war hier der Bau von 200 Wohnungen geplant. Stattdessen findet man hier das Restaurant Werk-8 und die Brauerei von Unser Bier.

Ein weiteres Projekt, hinter dessen Renovierung Barbara Buser steht, ist das Unternehmen Mitte an der Basler Gerbergasse. Dieses gilt als grösstes Kaffeehaus der Schweiz und ist eine Oase im Stadtzentrum, die über die Landesgrenzen hinaus als Anlaufpunkt und Geburtsort gesellschaftlicher Transformation bekannt ist. Seit 1999 gehen hier – in der ehemaligen Filiale der Schweizer Volksbank - täglich mehr als tausend Menschen ein und aus.

Nun widmet sich ein Dokumentarfilm ihrem Schaffen, der derzeit in den Schweizer Kinos läuft.

(Ruth Marending)


Barbara Buser

Wunschbriefkasten

Über welches Thema möchtest du in der nächsten Ausgabe lesen?