Am Donnerstag haben an der 112. Delegiertenversammlung von Gastro Graubünden rund 160 Personen teilgenommen und das letzte Geschäftsjahr Revue passieren lassen.

Seppo Caluori freut sich über die erreichten Erfolge. (ZVG)
Franz Sepp (Seppo) Caluori bringt es bereits bei seiner Begrüssungsansprache auf den Punkt: «Graubünden steht touristisch so gut da, wie lange nicht mehr.» Der Präsident von Gastro Graubünden bezieht sich dabei nicht nur auf die erneut gestiegenen Logiernächtezahlen und Bergbahnfrequenzen, sondern auch auf die Lehrverhältnisse. 2023 wurden im Kanton 120 Lehrverträge im Gastgewerbe abgeschlossen. 2025 waren es bereits 170. Diese Entwicklung zeigt, dass die Nachwuchsförderung von Gastro Graubünden fruchtet.
Mit der Imagekampagne «Häsch z’Züg zum …?» und der «Graubünden Job Match»-App wurden bei der Arbeitskräftegewinnung erfolgreich neue Wege eingeschlagen. Dennoch besteht in Graubünden weiterhin Arbeitskräftemangel. Eine Hauptursache dafür sei ungenügend gute Mitarbeiterführung. Eine neue Kursreihe von Gastro Graubünden für die Führungskräfte soll Abhilfe schaffen.
Trotz der Rückschau auf die erzielten Erfolge hat Seppo Caluori die Zukunft fest im Blick. Er warnt: «Umsatz ist kein Gewinn, und hohe Frequenzen bedeuten nicht zwingend wirtschaftlichen Erfolg.» Steigende Kosten für Löhne, Energie und Lebensmittel würden die Rentabilität zukünftig weiter belasten. Es sei daher unerlässlich, dass die Politik verlässliche und unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe und den Tourismus schaffe. Gleichzeitig müsse die Branche das Wintergeschäft, das Rückgrat des Bündner Tourismus, weiter stärken, und das Sommergeschäft ausbauen. Das schaffe man aber nur gemeinsam.
(rif)