Der umtriebige Gastgeber hat seinen Pachtvertrag per 31. August 2027 gekündigt. Im Interview spricht er über die Hintergründe und darüber, warum er bereits jetzt kürzertritt.
Könnte ich, möchte ich aber nicht. Es handelt sich um eine unerwartet hartnäckige und behandlungsintensive Erkrankung. Die Heilungschancen sind gut. Aber für die Führung eines Unternehmens sollte man natürlich zu 100 Prozent fit sein.
Es ist einfach: Ich war und bin stets in guten Gesprächen mit der Stadt. Gemäss Pachtvertrag hätte ich Ende Juli final entscheiden müssen, ob ich um weitere fünf Jahre verlängere. Wir haben gemeinsam entschieden, diesen Entscheid früher zu fällen. So hat die Stadt nun ausreichend Zeit, eine Nachfolge zu finden. Diesen Prozess werde ich gerne unterstützen und so eine reibungslose Übergabe sicherstellen.
Das kann ich ausschliessen. Die Erkrankung steht in keinem direkten Zusammenhang mit meinem Job.
Ich bleibe Pächter und führe das Unternehmen in enger Abstimmung mit Maja Giger, die offiziell «Geschäftsleiterin ad interim» wird. Bisher war sie meine Stellvertreterin. Das hat auch bislang gut funktioniert, wir arbeiten eng und gut zusammen. Wie mein Pensum aussehen wird, lässt sich schwer sagen. Ich arbeite im Moment nicht gar nicht fürs «Rössli» Illnau, sondern nur wenig und vor allem im Hintergrund. Ich bin weiterhin in wichtige Entscheide involviert, zahle die Löhne und unterstütze das Führungsteam.
Ich habe ein paar Ideen, aber noch nichts Unterschriftsreifes. Mein zweites Standbein, die Beratungsfirma «FOH Consulting», wäre eine Wachstumschance. Meine anderen Verpflichtungen liessen sich ebenfalls ausbauen. Es gibt von verschiedenen Seiten Interesse, mein Wissen in beratender Rolle in Anspruch zu nehmen. Etwas in diese Richtung würde ich gerne machen.
(mm/rup)