Das Team des Universitätsspitals Basel hat die Swiss SVG-Trophy 2025 gewonnen. Der Teamchef verrät Tipps für künftige Kandidaten.

Soho Sumiya und Mongkonsak Sinkhunthot beim Finalkochen 2025. (ZVG)
Der Wettbewerb stellt eine persönliche Herausforderung dar und ist auch ein Ausbrechen aus dem Alltag. Die Rahmenbedingungen sind anders als bei der täglichen Arbeit – man muss sich sehr exakt vorbereiten, viel trainieren und sich am Ende der Wettbewerbssituation stellen.
Wir haben uns natürlich ausgetauscht, etwa was die Kalkulation oder die Mise en place angeht. Grundsätzlich wollten wir aber unser eigenes Ding durchziehen. Mit Soho Sumiya und Mongkonsak Sinkhunthot hatten wir zwei Mitglieder mit Wettbewerbserfahrung. Ich habe die nötige Aussensicht mitgebracht.
Sehr wichtig. Nicht nur die Geschäftsleitung muss hinter der Teilnahme stehen, sondern vor allem auch das Team. Denn obwohl wir viel in der Freizeit trainierten, fielen wir doch ab und zu auch während der Arbeit aus. Unsere Kollegen mussten während dieser Zeit oft die Extrameile gehen und das in einer Branche, wo sowieso eher zu wenig Personal zur Verfügung steht. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.
Ein grosser Unterschied ist die Menge, die produziert werden muss. Bei der Trophy kochten wir für 60 Personen, im Alltag sind es 1500 bis 3000. Dadurch konnten wir mehr Handgriffe machen. Dabei muss man allerdings aufpassen, die Zeit nicht zu überschreiten – vorgängiges Testkochen hilft beim Zeitmanagement.
Auf jeden Fall. Es war mein erster Wettbewerb, und ich habe viel gelernt, was Administration und Planung angeht. Das sind Bereiche, für die ich auch in meiner Position als stellvertretender Leiter Produktion zuständig bin. Hinzu kommt der Ehrgeiz, der einen packt, wenn man den Finaleinzug schafft. Ein Wettbewerb ist immer auch ein Motivationsbooster.
Das Feedback war sehr positiv, intern und extern. Wir haben Glückwünsche von Lieferanten und Kollegen erhalten, auch aus anderen Betrieben. Ausserdem wollte jeder das Siegermenü probieren. Wir haben es nach dem Sieg mehrmals zu verschiedenen Anlässen gekocht. Ich denke, wir konnten zeigen, dass die Spitalgastronomie nicht nur 08/15-Kantinenessen zubereitet. Auch wenn das Renommee leider noch nicht ganz so hoch ist wie bei Wettbewerben der klassischen Gastronomie.
Das Wichtigste ist, Freude am Wettbewerb zu haben. Zudem sollten die Teams mutig sein und Dinge wagen, die sich andere Teams nicht getrauen. Wir haben uns relativ weit aus dem Fenster gelehnt, indem wir einen veganen Hauptgang zubereiteten. Am Ende ging der Plan auf. Darum: Mut zum Risiko!
(Angela Hüppi)