«Hermitage», Luzern, entwickelt Areal weiter

Der geplante Gestaltungsplan «Hermitage» umfasst eine zukunftsorientierte Entwicklung mit Hotelbetrieb und Gastronomieangeboten.

Eine zentrale Eingangssituation wird die bestehenden Gebäude künftig verbinden. (ZVG)

Der vorliegende Gestaltungsplan, entworfen vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron, ist das Resultat einer Überarbeitung des erstmals 2022 öffentlich aufgelegten Projekts. Im Zuge von Einsprachen, unter anderem seitens des Landschaftsschutzverbands Vierwaldstättersee und der Abstimmung mit der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission wurde das Projekt grundlegend weiterentwickelt. Dabei wurden die ursprünglich geplanten zwei grossen Baukörper in sechs deutlich reduzierte Bauvolumen überführt, was die Einbettung in Landschaft und Umgebung deutlich verbessert.

In einem mehrjährigen Prozess wurde das Projekt in enger Abstimmung mit Behörden, Fachplanern und verschiedenen Anspruchsgruppen stark überarbeitet. Entstanden ist eine Lösung, die den Ort stärkt und gleichzeitig Rücksicht auf die Umgebung, die Landschaft und die bestehenden Strukturen nimmt. Der nun vorliegende Gestaltungsplan schafft die Basis, um die historisch gewachsene, heterogene Anlage in ein städtebaulich und architektonisch kohärentes Gesamtbild zu überführen und gleichzeitig die Qualitäten des Ortes gezielt weiterzuentwickeln.

Die bestehenden Hotelbauten werden aufgestockt. Ergänzend entstehen neue Gebäude. So wird ein Teil der Neubauten als kleinteiliges Ensemble in Anlehnung an einen Innerschweizer «Bauernhof» konzipiert. Gleichzeitig entstehen Ersatzbauten am Standort des heutigen «Bellevues».

Neue Hotelzimmer und Wohnungen

Rund zwei Drittel des 20 000 Quadratmeter grossen Areals liegen in der Tourismuszone und ermöglichen zum Hotelbetrieb eine begrenzte Wohnnutzung mit rund zwölf Wohnungen. Das verbleibende Drittel – das heutige Bellevue – befindet sich in der Wohnzone und wird mit rund 24 Wohnungen entwickelt. Gleichzeitig wird das Hotelangebot von heute rund 90 auf etwa 100 Zimmer moderat erweitert. Patrick Döös aus der Eigentümerfamilie der Hermitage Lake Lucerne AG erklärt: «Die Anlage ist seit über 70 Jahren in Familienbesitz. Entsprechend denken wir nicht in kurzfristigen Zyklen, sondern in Generationen.» Nach der Einsprachefrist folgt voraussichtlich eine mehrjährige Bereinigungsphase.

(rma)


Mehr Informationen unter:

hermitage.ch