Der Internationale Tag der Hauswirtschaft findet jährlich am 21. März statt und hebt die Bedeutung professioneller Hauswirtschaft für Alltag, Nachhaltigkeit und Gesellschaft hervor.

Die Arbeit der Mitarbeitenden in der Hotellerie-Hauswirtschaft wird oft nicht gesehen. (Roy Matter)
Dieser Tag, an dem man die Hauswirtschaft würdigt, ist 1982 vom Internationalen Verband für Hauswirtschaft ins Leben gerufen worden. Das Motto für den diesjährigen Welthauswirtschaftstag lautet: «Gesund essen, nachhaltig leben: Die Zukunft auf dem Teller». Dieses Motto betont, wie hauswirtschaftliche Kompetenzen zu einer nachhaltigen Lebensweise und gesunden Ernährung beitragen. Die Hotellerie-Hauswirtschaft unterstützt beim nachhaltigen und bewussten Gästeservice. So werden deren Mitarbeitende oftmals bei Arbeiten rund ums Gästefrühstück hinzugezogen. Gerade beim Frühstück zeigt sich, wie sorgfältige Organisation und ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln zu «Gesund essen, nachhaltig leben» beitragen.
«Der Tag der Hauswirtschaft ist für mich eine besondere Gelegenheit, die Arbeit der Hauswirtschaft stärker sichtbar zu machen und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wichtig dieser Bereich für unseren Alltag ist», sagt Laura Gmür. Sie ist Leiterin Wäscherei und stellvertretende Leiterin Hauswirtschaft im Bifang Wohn- und Pflegezentrum Wohlen/AG.
Das sieht Nicole Brosi, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Hotellerie & Hauswirtschaft, genauso: «Dieser Tag erinnert uns daran, wie zentral die Leistungen der Hotellerie-Hauswirtschaft für den gesamten Betrieb sind. Ihre Arbeit bildet die Grundlage für Qualität, Wohlbefinden und einen professionellen Eindruck.»
Viele Mitarbeitende in der Hauswirtschaft würden es begrüssen, wenn ihre Arbeit sichtbarer wäre. Denn die meisten Hotelgäste, Bewohnenden von Altersheimen oder Patienten in Spitälern sehen nur an die Oberfläche. «Ich wünsche mir, dass die Arbeit in der Hauswirtschaft noch stärker als das wahrgenommen wird, was sie ist, nämlich hochprofessionell, anspruchsvoll und unverzichtbar», sagt die Siegerin des Housekeeper-Wettbewerbs, Teresa Rodrigues. Die Executive Housekeeper im Ameron Hotel Flora in Luzern sagt ausserdem, dass vieles im Hintergrund geschehe, darum bleibe oft unsichtbar, wie zentral dieser Bereich für die Qualität, die Atmosphäre und den persönlichen Service am Gast sei. «Mehr Anerkennung bedeutet für mich deshalb nicht nur Wertschätzung in Worten, sondern auch gezielte Weiterbildungsangebote, klare Entwicklungsperspektiven und attraktive Rahmenbedingungen.»
Jasmin Cubas, Leiterin Hauswirtschaft im Alters- und Pflegeheim Brüggli Park in Dulliken/SO, findet, dass man den zukünftigen Lernenden aufzeigen sollte, welche Chancen der Beruf der Fachleute Hotellerie-Hauswirtschaft bietet. «Die Jungen sollen erfahren, wie wichtig die Arbeit der Hauswirtschaft ist und dass vieles ohne uns gar nicht funktionieren würde.»
Einige Betriebe nutzen den Tag der Hauswirtschaft, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen: «Gemeinsam mit unseren drei Lernenden habe ich eine kleine Überraschung für unsere Bewohnenden vorbereitet», erklärt Laura Gmür vom Bifang Wohn- und Pflegezentrum in Wohlen. Am Tag der Hauswirtschaft legen sie und ihr Team in jedes Zimmer einen Brief mit dem Titel: «Was bedeutet Hauswirtschaft, was leisten wir?» Ausserdem stellen die Lernenden ein Gebäck her, das wie ein Putzschwamm aussieht, welches sie den Bewohnenden verschenken. Auch für die Mitarbeitenden in der Hauswirtschaft hätten sie eine Überraschung geplant: «Dies, um ihnen auf besondere Weise unsere Wertschätzung zu zeigen.»
(doe)