Das heutige «Mandarin Oriental Palace» in Luzern blickt auf eine bewegte 120-jährige Geschichte zurück.

Auch Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Musik und Sport logieren im Haus. (ZVG)
Seit vielen Jahrzehnten ist das Hotel Anziehungspunkt für Reisende, Hochzeitspaare, Jubilare und Veranstaltungsgäste. «Wir verstehen uns nicht nur als Gastgeber für gesellschaftliche Anlässe von internationalem Rang», sagt General Manager Matthias Kindl. Luzern sei ein klassisches Schweizer Ausflugsziel, und man freue sich auch über alle Einheimischen, die im Hotel einkehren.
Heute gehört das Mandarin Oriental Palace Luzern fest zur Seepromenade und prägt das Stadtbild. Vor 120 Jahren jedoch musste für das Luxushotel erst Platz geschaffen werden. Dafür wurde eine 3285 Quadratmeter grosse Lagerfläche geräumt. Gebaut wurde mit der damals noch jungen Eisenbetonkonstruktion. Auftraggeber Franz Josef Bucher-Durrer investierte 3,4 Millionen Franken in das Projekt. Sein Vermögen hatte der Kernser Bauernsohn zunächst als Holzunternehmer gemacht. Architekt war der gebürtige Zürcher Heinrich Meili-Wapf. Das Haus galt schon früh als bedeutendes Beispiel der Schweizer Hotellerie der Belle Époque.
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg logierten in Luzern jährlich knapp 200 000 Gäste. Auch Queen Victoria suchte Erholung am Vierwaldstättersee und hielt ihre Eindrücke in Aquarellskizzen fest. In dieser Zeit entstanden Grand Hotels, die auf die Ansprüche eines internationalen Publikums ausgerichtet waren. Das «Palace» verfügte über vergleichsweise viele Privatbäder pro Zimmer. Gäste konnten zusätzlich einen Salon und Dienerzimmer mieten, um eigenes Hauspersonal unterzubringen.
Gilad Peled, Executive Chef des «Colonnade» im Haus, präsentiert am 18. Juni mit seiner nordirischen Mentorin Clare Smyth, ausgezeichnet mit drei Michelin-Sternen, ein achtgängiges Dinner. Auch die Bar greift das Jubiläum mit speziellen Champagner-Kreationen auf. Zum Jubiläumsprogramm gehört zudem eine Fahrt auf der historischen MS Meggenhorn. Die Motorjacht aus dem Jahr 1926 wurde einst für das Schloss Meggenhorn gebaut.
(ade)