Die aktuelle Situation ist beängstigend. Doch sie bringt auch Gutes hervor: Die Branche steht zusammen und sucht gemeinsam nach Lösungen.
In Zürich hat sich eine Gruppe von Kleinproduzentinnen zusammengeschlossen. «Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, Mut machen und so Neues erschaffen», erläutert Initiantin Sara Hochuli, Inhaberin, Creative Director und Cake Artist der Miyuko GmbH.
Deshalb stellen acht Produzentinnen sieben verschiedene Food Boxen mit ihren Produkten zusammen. Bestellt werden können hochwertige Grundnahrungsmittel wie biologische Lebensmittel von Bolebuck Naturgarten, Schokoladenspezialitäten von La Flor bis hin zu Süssigkeiten von Miyuko. Die Boxen werden innerhalb von drei Tagen per Citytrans-Kurier nach Hause geliefert oder zur Selbstabholung ins «Chez Mami» geliefert.
Solche tollen Produkte nützen jedoch nichts, wenn niemand davon erfährt. Gabriele Bryant rät, offen und proaktiv auf allen Kanälen mit den Gästen zu kommunizieren. Sie berät mit ihrer Firma Blumbryant GmbH Hotels und Restaurants im Bereich Digital und Social Media Marketing. Derzeit kostenlos. Sie sagt: «Sorgen Sie dafür, dass das Wiedereröffnungsdatum auf Google Ads aufgenommen wird und dass Ihre Webseite informiert. Prüfen Sie Ihre Facebookseite auf letzte Einträge.» Marketingmässig mache es Sinn, sich mittel- und langfristige Szenarien zu überlegen: Was ist wenn? Welche Art von Gästen habe ich und wie lange werden diese brauchen, bis sie wiederkommen? Welche Angebote kann ich machen, um für diese Gäste und die Zeit nach der Krise parat zu sein? Wie und wo kann ich diese Angebote sinnvoll und sympathisch kommunizieren?
Wie man in dieser schwierigen Zeit für seine Gäste da sein kann, zeigen Gastgeber Tom Christen und sein Team vom Restaurant Landhaus in Liebefeld/BE. Die Gäste können online bestellen, das Essen wird auf Porzellangeschirr serviert. «Es läuft sehr gut», freut sich Tom Christen. Am besten Abend hätten sie über 40 Gerichte ausgeliefert. Vor allem am Wochenende laufe es rund. Alle bestellen. Vom Handwerker am Mittag über Gäste, die Geburtstag feiern bis hin zu Stammgästen am Abend. Ob sich der Aufwand finanziell lohne, sei noch schwer abzuschätzen. Doch es fliesse Geld auf das Konto und die Mitarbeiter können etwas Sinnvolles tun. Das wird sehr geschätzt.»
Sehr geschätzt wird auch das Engagement von Chocolatier Fabian Rimann. Auch er hat sich mit regionalen Partnern zusammengeschlossen und verkauft jeweils dienstags und donnerstags in seinem Brot- und Schoggibus Lebensmittel in Ennetbaden/AG. «Die Leute sind sehr dankbar für dieses Angebot, es werden jedes Mal mehr.» Mit Gymnastikringen am Boden richtet er Warteräume ein. Der finanzielle Aspekt sei bei dieser Aktion sekundär: «Die Kundenzufriedenheit steht im Vordergrund.»
(Sarah Sidler)
Bookatable erstattet Gastronomen die Monatsgebühr für den April.
www.bookatable.ch
Too Good To Go unterstützt Gastrobetriebe, indem sie ihre Plattform für Take-away-Angebote erweitert.
www.toogoodtogo.ch
Auch Restaurants können sich eintragen und ihre Produkte anbieten.
www.hilf-dem-gewerbe.ch
«Le Saucier» bietet mit dem Code «gesund» bis 19.4. Saucen mit 19 Prozent Rabatt an.
www.le-saucier.ch
Die Deutsche Hotelakademie bietet bis Ende April eine Gratis-Webinar-Reihe an.
www.dha-akademie.de
Wer sich hier registriert, kann sich mit Spenden oder Gutscheinen unterstützen lassen.
www.go-on-locals.ch
Hier können sich Restaurants eintragen, die Take-away anbieten.
www.lockdown-gourmet.ch
Unter «Kreative Ideen, Aktionen und Angebote während Corona» können Gastronomen ihr Angebot verbreiten.
www.facebook.com
Favoriten aus der «Dolder-Grand»-Küche können vorbestellt und im Take-away-Fenster abgeholt werden. Sie werden auch ausgeliefert.
https://bit.ly/Dolder_Take-away_Delivery
Die geschlossene Facebook-Gruppe «How To Save My Restaurant?» gibt Antworten zu aktuellen Themen.
www.facebook.com