Gern macht sie kaum jemand, ausfüllen müssen sie alle. Doch wenn man einige Dinge beachtet, kann man Zeit und Geld sparen.
Gern macht sie kaum jemand, ausfüllen müssen sie alle – die Steuererklärung. Doch wenn man einige Dinge beachtet, kann man Zeit und Geld sparen. Das Wichtigste ist eine gute Vorbereitung. Für die Steuererklärung braucht man den Lohnausweis, Belege von Spenden und anderen abzugsberechtigten Ausgaben. Am besten legt man diese Unterlagen schon das ganze Jahr am gleichen Ort ab.
Ausland
Wer eine Liegenschaft im Ausland hat, muss sie in der Steuererklärung angeben. Mit dem automatischen Informationsaustausch müssen die EU-Länder dies mitteilen. Und wer die Liegenschaft nicht von sich aus meldet, muss Strafsteuern bezahlen und kann angezeigt werden.
Berufliche Vorsorge
Die Beiträge für die zweite Säule und für die Säule 3a sind abzugsberechtigt. Bei der dritten Säule ist der Betrag aber begrenzt.
Fahrkosten
Seit diesem Jahr können bei der Bundessteuer nur noch maximal die Kosten für den öffentlichen Verkehr abgezogen werden. In den Kantonen ist es unterschiedlich. Aber den Abzug von Autokosten muss man begründen. Zum Beispiel weil man so spät Feierabend hat, dass keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren.
Gewerkschaften und Berufsverbände
In einigen Kantonen kann man die Beiträge an Berufsverbände und Gewerkschaften in Abzug bringen.
Renten
AHV- und IV-Renten müssen angegeben und auch versteuert werden.
Lottogewinne
Lottogewinne sind bis eine Million Franken steuerfrei.
Spenden
Beiträge an Parteien und Spenden an gemeinnützige Organisationen können abgezogen werden. Die Gemeinde kann die Belege dazu verlangen.
Beratung
Wer Mühe hat, kann sich an die Gemeinde wenden, ein Treuhandbüro oder einen Steuerberater beauftragen, die die Steuererklärung gegen Entgelt ausfüllen. Doch aufgepasst: Letztere arbeiten nicht unbedingt fehlerfrei. Der «Beobachter» hat Steuerberater getestet und in die Unterlagen zwölf Fehler eingebaut. Niemand hat sie alle entdeckt.
(Mario Gsell)