Beste Partner sind auch nachhaltig

Im Rahmen des Best Partner Award hat Transgourmet/Prodega dieses Jahr bereits zum dritten Mal einem Lieferantenpartner den Nachhaltigkeits-Award verliehen.

Transgourmet/Prodega Nachhaltigkeits-Awards, von links: Sophie Bosshart, Leiterin Nachhaltigkeit bei Transgourmet, die Gewinner André Keller und Jean-Marc Leu, beide Duni AG, Tobias Lottaz, Kategory Manager bei Transgourmet. (ZVG)

In der Ausgabe 14 der Hotellerie Gastro Zeitung vom 17. Juni zeigte der Schwerpunkt auf, aus welchen Nachhaltigkeitsprogrammen Gastronomen und Hoteliers wählen können. Auch viele Lieferanten der Branche haben Nachhaltigkeitsziele definiert und sind dabei diese umzusetzen oder haben diese bereits umgesetzt. Sophie Bosshart, Leiterin Nachhaltigkeit bei Transgourmet/Prodega, zeigt auf, wo ihr Unternehmen steht.

Sophie Bosshart, im Rahmen des Best Partner Award hat Transgourmet/Prodega dieses Jahr bereits zum dritten Mal einem Lieferantenpartner den Nachhaltigkeits-Award verliehen. Wofür steht dieser Preis?

Transgourmet setzt sich dafür ein, Nachhaltigkeit in den Bereichen Sortiment, Umwelt und Klima, sowie Mitarbeitende und Gesellschaft voranzutreiben. Dies gelingt nur durch gute Partnerschaften. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, welche sich im Bereich Nachhaltigkeit besonders engagieren, sich klare Ziele setzen und diese transparent kommunizieren.

Wie gehen Sie bei der Evaluation vor?

Der Preis basiert auf einer Umfrage unter unseren Lieferantenpartnern im Rahmen des Best Partner Awards. Darin enthalten sind Fragen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen, wie beispielsweise die Klima-Strategie, nachhaltige Sortimente, Kreislaufwirtschaft oder Menschenrechte in der Lieferkette.

Was ist dabei besonders wichtig?

Im Fokus steht die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie und wie ausgereift diese ist, sowie weitere Initiativen in diesem Bereich. Auch die Klimastrategie macht einen wesentlichen Teil aus, etwa ob das Unternehmen sich zu wissenschaftlich basierten Klimazielen verpflichtet hat, etwa zur Science Based Target Initiative (SBTi).

Nach wie vielen Kriterien werden Ihre Partner unter die Lupe genommen?

Dies lässt sich nicht ausschliesslich sagen, da jedes Thema noch Unterthemen aufweist. Der Fragebogen stellt auch ein agiles Werkzeug dar, welches angepasst werden kann. Wir lernen jedes Jahr dazu und versuchen, alle Aspekte auch für verschiedene Branchen vergleichbar zu machen.


«Gemeinsam treiben wir die Verfügbarkeit nachhaltiger Sortimente voran.»

Sophie Bosshart, Leiterin Nachhaltigkeit, Transgourmet Schweiz AG


Wir erleben bereits die zweite Hitzewelle dieses Jahres. Die Temperaturen liegen zum Teil zehn Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Welchen Stellenwert hat für Transgourmet/Prodega der Klimaschutz?

Der Klimaschutz hat einen hohen Stellenwert. Wir messen unsere direkt und indirekt verursachten Treibhausgase jährlich, verbessern unsere Prozesse und investieren in neue Technologien für mehr Energieeffizienz und zur Reduktion von Treibhausgasen. In unseren Lieferketten ist daher besonders die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern wichtig, was auch ein Ansporn für die Organisation eines Nachhaltigkeits-Awards war.

Was hat Transgourmet/Prodega diesbezüglich bereits umgesetzt?

Unsere Infrastruktur wird laufend erneuert. Überall wo möglich werden Photovoltaik-Anlagen installiert und fossile Heizungen nach und nach mit erneuerbaren Energien ersetzt. Unser netzbezogener Strom ist bereits 100 Prozent zertifiziert und emissionsarm. Alle neuen Kälteanlagen werden mit CO2 als natürliches Kältemittel betrieben, was die Emissionen massgeblich senkt. Unsere LKW-Flotte wird laufend effizienter und es werden immer mehr alternative Antriebe, wie Elektro-LKW oder Biodiesel eingesetzt.

Wie unterstützen Sie ihre Lieferantenpartner in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Gemeinsam treiben wir die Verfügbarkeit nachhaltiger Sortimente voran. Ausserdem gibt es immer mehr Austausch in Bezug auf Nachhaltigkeit, wodurch ein Wissensaustausch entsteht und auch Pilotprojekte zustande kommen können. Wir sind offen für neue Ideen und bereit, Neues auszuprobieren.

Was tun Sie für Ihre Kunden?

Wir kommunizieren unsere Fortschritte transparent und unterstützen unsere Kundinnen und Kunden dabei, ihre eigenen Ziele zu messen und zu verfolgen. Wir stellen etwa den Anteil der Label-Produkte in ihrem Einkauf zur Verfügung. Zudem ist in unserem Webshop der ECO-Score® ersichtlich, welcher den Umwelt-Impact unserer Eigenmarken-Produkte und weiterer Markenprodukte angibt.

Auf Ihrer Website kommunizieren Sie transparent über Nachhaltigkeit. Viele Ihrer Ziele 2022 bis 2026 haben Sie erreicht. Wie geht es weiter?

Wir erarbeiten dieses Jahr die Ziele für die nächste Zielperiode 2027-2031. Die bestehenden Ziele werden zum Teil weiterentwickelt und neue kommen hinzu. Sicher ist, dass auch die nächste Zielperiode ambitioniert und anspruchsvoll sein wird.

(Gabriel Tinguely)


Mehr Informationen unter:

Best Partner Awards
transgourmet.ch