Die Schweizer Stimmbevölkerung hat sich gegen die 10-Millionen-Initiative ausgesprochen. Die Branche atmet auf und fordert praxistaugliche Lösungen.

Die Branche ist auf Mitarbeitende aus dem Ausland angewiesen. (Keystone-SDA)
«Mit diesem Entscheid werden Arbeitsplätze und Lohnschutz gesichert – dies zum Vorteil aller Arbeitnehmenden», sagt Esther Lüscher, Präsidentin der Hotel & Gastro Union, zum Ergebnis der Abstimmung vom vergangenen Wochenende. Nun brauche es konkrete Lösungen für faire Arbeitsbedingungen, gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine nachhaltige Sicherung des Fachkräftebedarfs: «Eine starke Gastronomie braucht offene Perspektiven, verlässliche Rahmenbedingungen und genügend qualifizierte Mitarbeitende.»
Die Gastro- und Tourismusbranche hatte im Vorfeld stark gegen die SVP-Initiative mobilisiert. Das Komitee «Tourismus gegen Chaos» sieht das Nein als wichtiges Zeichen für stabile Beziehungen zur Europäischen Union und verlässliche Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Tourismus. «Das Nein zur Chaos-Initiative bereitet nun den Boden, reale Herausforderungen wie Wohnungssuche oder Druck auf die Infrastruktur rasch und konstruktiv anzugehen», sagt Beat Imhof, Präsident von Gastrosuisse. Dies, ohne die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Tourismus aufs Spiel zu setzen. Der Tourismus brauche Stabilität und praxistaugliche Lösungen.
(agü)