Der Künstler, der aus dem Hotel kam

Vom 7. bis 9. August wird Daniel Schmids filmisches Erbe in seinem Elternhaus, dem Hotel Schweizerhof in Flims/GR, gewürdigt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

  • Der Bündner Regisseur war einer bedeutendsten Schweizer Film- und Theaterschaffenden seiner Generation.
  • Er ist im Hotel Schweizerhof in Flims/GR aufgewachsen.
  • Daniel Schmid führte nicht nur Regie. Er trat in verschiedenen Filmen auch als Darsteller auf.

Als Daniel Schmidt wurde er am 26. Dezember 1941 in eine Flimser Hoteliersfamilie hineingeboren. Am 5. August 2006 starb Daniel Schmid – das t legte er im Laufe seines Lebens ab – als einer der bekanntesten Schweizer Film-, Theater- und Opernregisseure an einer Krebserkrankung. 

Aufgewachsen ist Daniel Schmid im Hotel Schweizerhof in Flims/GR. Nach der Matura ging er nach Berlin. Er studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und arbeitete dort mit Künstlern wie Rosa von Praunheim und Rainer Werner Fassbinder zusammen. In der Schweiz dürften vor allem Schmids Filme «Beresina oder die letzten Tage der Schweiz», «Zwischensaison» (Hors saison) und «Jürg Jenatsch» dem breiten Publikum bekannt sein.

In "Zwischensaison» erzählt der Bündner Regisseur aus dem Blickwinkel eines kleinen Jungen über das Leben und Aufwachsen in einem Hotel in den späten 40er/frühen 50er-Jahren und von skurilen Gästen. Der Junge im Film heisst zwar Valentin, er und seine Erinnerungen haben aber viel mit Daniel Schmids eigener Biografie zu tun. Wie Valentin, so mussten auch Daniel und sein Bruder Rudolf ihre Zimmer in der Hochsaison den Gästen zur Verfügung stellen.

Daniel Schmid war auch fürs Opernhaus Zürich tätig. Er inszenierte dort vier Opern. Seine Filme wurden unter anderem an den Filmfestivals von Cannes, Venedig und Locarno gezeigt und prämiert. 1999 wurde der Regisseur mit Wurzeln in der Hotellerie am Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Ehrenleoparden für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

Christoph Schmidt, Direktor des Hotels Schweizerhof Flims, ist der Neffe von Daniel Schmid. Zum 20. Todestag seines Onkels lädt er zu einem besonderen Open House ein. Während drei Tagen werden in verschiedenen Räumen und auf der Dachterrasse des historischen Hotels ausgewählte Werke aus Daniel Schmids Schaffen gezeigt.

Während den drei Tagen werden sieben von Daniel Schmids Filmen gezeigt. Das Programm mit den Spielzeiten der Filme ist auf der Website des Hotels Schweizerhof aufgeschaltet. Der Eintritt ist für Hotelgäste und externe Besucher und Besucherinnen kostenlos. Die Platzzahl ist limitiert. Daher ist eine Reservation unbedingt nötig.

«Mit diesem Open House möchten wir das filmische Erbe meines Onkels lebendig halten und einen Ort schaffen, an dem seine Werke in besonderer Atmospäre erneut erlebt oder neu entdeckt werden können», sagt Christoph Schmidt. Er fügt an: «Dass wir dies im Hotel Schweizerhof, einem Haus, das Kultur seit jeher einen festen Platz einräumt, tun dürfen, bedeutet unserer Familie sehr viel.»

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